In den vergangenen Wochen haben zahlreiche Foren das wachsende Interesse öffentlicher Institutionen und privater Unternehmen an Afrika deutlich gemacht. Auf regionaler Ebene zeigt sich dies in der Strategie der Regierung der Kanarischen Inseln, in Initiativen der kanarischen Universitäten und in der neuen Juan-Miguel-Sanjuán-Stiftungsprofessur, die sich Afrika widmet.
Worum es geht (TL;DR)
- Kanarische Institutionen und Unternehmen zeigen verstärktes Interesse an wirtschaftlicher Zusammenarbeit mit Afrika.
- Afrika besitzt ein Drittel der weltweiten Mineralreserven, darunter Kobalt und Lithium für die Energiewende.
- Globale Mächte wie USA, China, EU und Russland konkurrieren um Einfluss und Zugang zu afrikanischen Ressourcen.
Auf nationaler Ebene ist die Spanien-Afrika-Strategie der spanischen Regierung hervorzuheben. Die Vereinigung der Handelskammern in Afrika und die Arbeit der CEOE von den Kanaren aus sollen die wirtschaftlichen Aktivitäten auf beiden Seiten fördern. Ein Afrika-Experte bemerkte, dass die Nachfrage nach Vorträgen über den Kontinent noch nie so hoch war.
Wachsendes Interesse der Kanaren an Afrika
Vergangene Woche widmete Casa Africa in Madrid einen Tag der Desinformation aus geopolitischer Perspektive. Afrika wird zunehmend als umkämpfter Raum wahrgenommen, wobei die Stimmen der Afrikaner heute als wesentlich gelten.
Der Sahel wird oft als Schauplatz eines Stellvertreterkrieges bezeichnet, bei dem Länder wie Russland Unsicherheit nutzen, um westliche Nationen zu destabilisieren. Hinter den Konflikten stehen finanzielle Interessen, insbesondere im Bereich der Mineralien. Afrika beherbergt ein Drittel der weltweiten Mineralreserven, darunter wichtige Elemente wie Kobalt und Lithium, die für Technologie und Energiewende entscheidend sind.
Die demografische Entwicklung Afrikas verstärkt seine geopolitische Bedeutung. Der Kontinent hat die am schnellsten wachsende und jüngste Bevölkerung. Bis 2050 wird jeder vierte Mensch Afrikaner sein.
Globale Mächte konkurrieren um Afrikas Rohstoffe
Die USA verfolgen eine transaktionale Strategie mit Schwerpunkt auf kritischen Mineralien. Der Lobito-Korridor ist ein Beispiel für Investitionen in strategische Infrastruktur. Chinas Belt-and-Road-Initiative hat die asiatische Nation zum Hauptakteur im Handel mit afrikanischen Mineralien gemacht.
Die EU hat an Einfluss verloren und versucht, ihr Image zu verbessern. Das Global-Gateway-Programm mobilisiert Milliarden für grüne Projekte. Russland setzt auf militärische Unterstützung und Waffenverkäufe in Afrika, während die Türkei ihre diplomatische Präsenz ausgebaut hat.
Neue Akteure wie die Vereinigten Arabischen Emirate und Indien füllen Lücken, die traditionelle Mächte hinterlassen haben. Der Handel des Golfkooperationsrates mit Afrika hat sich in den vergangenen Jahren verdoppelt.
Afrikas Zukunft in der globalen Konkurrenz
Das Jahr 2026 wird entscheidend sein, da die Geopolitik der kritischen Mineralien an Bedeutung gewinnt. Afrika muss sein extraktives Modell in eines mit lokalem Mehrwert umwandeln. Afrika ist nicht nur ein Bauer im geopolitischen Spiel, sondern das zentrale Element, das den Ausgang bestimmt. Multilateralismus ist der Schlüssel zu gemeinsamer Entwicklung und globaler Stabilität.











