Die Kanarischen Inseln haben die kostenlose Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel bis 2026 gesichert. Die Entscheidung fiel durch einen historischen Gesetzesbeschluss.
Worum es geht (TL;DR)
- Kostenlose Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel auf den Kanaren bis Ende 2026 gesetzlich gesichert.
- Verkehrsbetreiber erhalten 65 Prozent der Beihilfen als Vorauszahlung im Jahr 2026.
- Maßnahme ermöglicht Bewohnern Zugang zu Arbeit, Bildung und medizinischer Versorgung.
Die Regionalregierung muss bis zum 31. Januar 2026 die Umsetzung des 100-prozentigen Rabatts auf den Landverkehr bestätigen und hat sich verpflichtet, diesen Dienst bis zum 31. Dezember desselben Jahres aufrechtzuerhalten.
Historische Anerkennung für nachhaltige Mobilität
María Fernández, Generaldirektorin für Verkehr und Mobilität der Kanarischen Inseln, bezeichnete die Verabschiedung des Gesetzes zur nachhaltigen Mobilität durch den Kongress als "historische Anerkennung". Sie erklärte, nachhaltiger Verkehr sei nun "ein Recht statt ein Privileg", das die besondere Lebensrealität auf den Inseln anerkenne.
Fernández betonte, dass Mobilität auf den Kanaren nicht vom Wohnort abhängen dürfe. Dank kontinuierlicher Anstrengungen sei der kostenlose Transport nun gesetzlich garantiert.
Finanzierung und Entschädigungen für Verkehrsbetreiber
Das Gesetz sieht Entschädigungen für die Betreiber von Verkehrsdiensten vor. Es legt Vorauszahlungen von 65 Prozent der Beihilfen im Jahr 2026 fest, die endgültigen Abrechnungen erfolgen 2027.
Fernández ist überzeugt, dass dieser Fortschritt "nicht nur die Fortsetzung einer politisch und ökologisch effektiven Maßnahme sicherstellt, sondern auch die territoriale Kohäsion und Chancengleichheit für alle spanischen Bürger stärkt".
Kostenloser Transport verändert Alltag der Bewohner
Der kostenlose Transport habe die Mobilität der Bewohner der Kanarischen Inseln verändert, indem er ihnen ermögliche, Arbeitsplätze anzunehmen, Bildungseinrichtungen zu besuchen und medizinische Behandlungen zu erhalten. Diese Maßnahme habe den Familien erhebliche finanzielle Entlastung gebracht, so Fernández.
Abstimmungen zu Einzelbestimmungen
Während der Plenarsitzung wurden separate Abstimmungen über spezifische Bestimmungen des Gesetzes abgehalten. Die achtunddreißigste Zusatzbestimmung, die den staatlichen Finanzbeitrag für nachhaltigen Seeverkehr betrifft, erhielt 155 Stimmen.
Fernández bestätigte zudem, dass die Bestimmung zur Eisenbahninfrastruktur unverändert bleibt. Sie anerkennt erstmals rechtlich die strategische Notwendigkeit von Zügen auf Gran Canaria und Teneriffa sowie deren staatliche Finanzierung.











