Adasat Goya hat während seiner Amtszeit als Leiter des Krankenhauses auf Teneriffa mehrere Entlassungen vorgenommen. Diese stehen nun aufgrund fehlender Begründungen unter rechtlicher Prüfung. Die meisten neuen Ernennungen erfolgten ohne das erforderliche öffentliche Auswahlverfahren.
Worum es geht (TL;DR)
- Adasat Goya entließ mehrere Mitarbeiter ohne Begründung, Gewerkschaften klagen dagegen.
- Etwa 20 Abteilungsleiter wurden in 700 Tagen ausgetauscht, meist ohne öffentliches Auswahlverfahren.
- In der Notaufnahme kündigten 13 Ärzte, Patienten warteten bis zu 30 Stunden.
Die ersten drei Monate von Adasat Goya als Direktor des Kanarischen Gesundheitsdienstes (SCS) waren von Kontroversen geprägt. Sie begannen mit einem Ärzte-Streik wegen der Terminplanung von Prüfungen und umstrittenen Wartelistenstatistiken.
Kontroversen um Goyas Führungsstil auf den Kanaren
Präsident Fernando Clavijo (Kanarische Koalition) ernannte Goya, einen 44-jährigen Ökonomen, im August 2023 zum Leiter des Universitätskrankenhauses der Kanaren (HUC). Seine Ernennung sorgte für Aufsehen, da er keine Erfahrung im Gesundheitswesen hatte und zuvor im Hafenbereich sowie als Stadtrat für die Kanarische Koalition tätig war.
Während Goyas 700-tägiger Amtszeit wurden etwa 20 Abteilungsleiter ausgetauscht. Sechs wurden entlassen, sechs traten zurück, wobei mindestens vier als "gezwungen" galten, sechs gingen in den Ruhestand, zwei wechselten durch Auswahlverfahren die Position und einer verstarb.
Umstrittene Praktiken und Krise in der Notaufnahme
Mit Ausnahme der Intensivmedizin erfolgten alle neuen Ernennungen ohne das gesetzlich vorgeschriebene öffentliche Auswahlverfahren. In einigen Fällen wurden befristete Mitarbeiter ernannt, obwohl die Vorschriften festes Personal vorschreiben.
Die Notaufnahme stand unter Goyas Führung vor erheblichen Herausforderungen: 13 Ärzte kündigten innerhalb von sechs Monaten, die Mitarbeiterzahl sank von 35 auf 8 Spezialisten in einem Jahr. Patienten warteten bis zu 30 Stunden, Überfüllung führte zur Behandlung in Fluren und es kam zu erheblichen Verzögerungen bei den Rettungswagen.
Rechtliche Herausforderungen und Reaktionen der Gewerkschaften
Mehrere Gewerkschaften haben diese Änderungen vor Gericht angefochten. Sie kritisieren die fehlende Begründung für Entlassungen, unregelmäßige Ernennungen ohne öffentliche Ausschreibung, Bedenken wegen politischer Einflussnahme und Verstöße gegen bestehende Vorschriften bei Ernennungen.
Die Auswirkungen dieser Veränderungen werden weiterhin diskutiert. Einige verteidigen die Umstrukturierung, während andere die mangelnde Transparenz und das Fehlen ordnungsgemäßer Verfahren bei der Ernennung kritisieren.











