Gran Canaria spricht über den Karneval in Las Palmas, die TV-Quoten der Königin-Gala und Vorwürfe gegen eine Reiseagentur in Maspalomas sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Karnevalskönigin Carla Benítez feiert 50 Jahre Karneval in Las Palmas
Carla Benítez hat die Krone der Karnevalskönigin in Las Palmas gewonnen. Sie stand bei einer Gala im Mittelpunkt und markierte damit das 50-jährige Bestehen des Karnevals, der jedes Jahr Teilnehmer und Zuschauer mit Kostümen, Musik und Farbe zusammenbrachte.
Die Geschichte des Festes blieb von Traditionen geprägt, die sich über Jahrzehnte entwickelten. Für die laufenden Feiern waren Paraden mit Wagen und Tänzern sowie Live-Auftritte lokaler Künstler angekündigt, dazu Wettbewerbe, die kreatives Talent auf den Kanarischen Inseln sichtbar machten.
Karnevalsgala in Las Palmas erreicht 338.000 Zuschauer im Schnitt
Die Karnevalskönigin-Gala in Las Palmas de Gran Canaria hat hohe Reichweiten erzielt. La 2 und Televisión Canaria kamen am Freitagabend im Durchschnitt auf 338.000 Zuschauer, während die Vorberichterstattung auf La 2 nach Angaben des Senders 267.000 Menschen erreichte.
Francisca González, Direktorin von Radiotelevisión Española auf den Kanaren, verwies in sozialen Medien auf starke Werte. Televisión Canaria meldete einen Zuschaueranteil von 25,4 Prozent, den besten Wert seit 2006, und nannte als Spitzenwert 153.000 Zuschauer um 22.12 Uhr.
PSOE Canarias und Feministinnen kritisieren Kondom-Kampagne der Kanaren-Regierung
Die Kanaren-Regierung hat eine Gesundheitskampagne zum Karneval gestartet, die für Kondome warb. Feministische Gruppen kritisierten den Slogan als phallozentrisch und frauenfeindlich, weil er weibliches Einverständnis und Begehren ausblende, gerade bei großen Festen mit erhöhtem Risiko sexueller Übergriffe.
Betsaida González, Gleichstellungssekretärin der PSOE Canarias, forderte den Rückzug der Kampagne und sprach von einer Botschaft, die Verantwortung einseitig verschiebe. Nayra Marrero vom Feministischen Netzwerk Gran Canaria verlangte eine Kultur gegenseitigen Einvernehmens, eine Antwort des Gesundheitsministeriums lag bis Freitag nicht vor.
Reiseagentur in Maspalomas gerät nach Kundenberichten unter Betrugsverdacht
Mehrere Kunden haben einer Reiseagentur in Maspalomas vorgeworfen, sie um gebuchte Urlaube gebracht zu haben. Betroffene schilderten, sie hätten nach Anzahlungen keine Bestätigungen erhalten und später gehört, es gebe keine Reservierung auf ihren Namen, obwohl Pakete mit Flügen und Unterkünften vereinbart gewesen seien.
Ein Vertreter der Agentur versuchte, die Sorgen zu zerstreuen, konkrete Lösungen blieben laut den Berichten aus. Trotz der Vorwürfe warb das Unternehmen weiter für Angebote, während Beobachtungen nahelegten, dass beworbene Unterkünfte teils nicht verfügbar waren.










