Gran Canaria spricht über den 2026-Haushalt in Las Palmas, den Streit um Plätze für minderjährige Migranten und den Mediator-Prozess sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Las Palmas legt Haushalt 2026 mit 558,8 Millionen Euro vor
Las Palmas de Gran Canaria hat den Haushalt für 2026 vorgestellt. Bürgermeisterin Carolina Darias sagte, das Budget habe erneut deutlich zugelegt und solle die Lebensbedingungen verbessern, ohne die Zukunft zu belasten.
Sie bezifferte den Ansatz auf 558,8 Millionen Euro und damit 38 Millionen mehr als 2025. Finanzstadtrat Francisco Hernández Spínola nannte Rekordinvestitionen in öffentliche Dienstleistungen, Wohnungsbau, Stadthygiene und Sozialpolitik. Die Einnahmen lagen bei 558.970.264 Euro, die Ausgaben bei 558.802.928 Euro.
Fincaventura-Leiter zeigt Kinderschutzdirektorin an
Adrián Díaz hat eine Beschwerde gegen Sandra Rodríguez eingereicht. Der Leiter des Zentrums Fincaventura auf Gran Canaria erklärte, er habe die Direktorin für Kinderschutz bei der Provinzstaatsanwaltschaft in Las Palmas angezeigt und fordere ihre Entlassung.
Díaz sagte, in seiner Einrichtung seien 17 Plätze verfügbar, während große Zentren überfüllt seien und die Betreuung darunter leide. Das Sozialministerium der Kanarischen Inseln erklärte, von der Beschwerde nichts zu wissen. Rodríguez entgegnete, Díaz verstehe die aktuelle Realität nicht, und die Generaldirektion strebe Belegungen von maximal 30 Plätzen an.
Mediator-Fall: Staatsanwalt hält Bestechungsvorwürfe aufrecht
Jaime Serrano hat die Angeklagten im Mediator-Fall weiter belastet. Der Anti-Korruptionsstaatsanwalt sagte am Dienstag, der ehemalige Guardia-Civil-General Francisco Espinosa, der Unternehmer Antonio Batista und der Vermittler Marco Antonio Navarro seien der Bestechung schuldig.
Serrano argumentierte, ein Beamter dürfe keine Geschenke annehmen, und bereits 1.500 Euro reichten für eine Verurteilung. Die Verteidigung verlangte Freispruch und verwies auf fehlende Beweise sowie darauf, eine Zahlung an Espinosa habe erst erfolgt sein sollen, als er bereits im privaten Sektor tätig gewesen sei.
Derecho al Techo ruft in Las Palmas zu Versammlung gegen Zwangsräumungen auf
Die Gruppe Derecho al Techo hat eine dringende Versammlung angekündigt. Sie warnte in Las Palmas vor einem Anstieg von Zwangsräumungen, weil das Räumungsmoratorium und Maßnahmen des während der Pandemie eingeführten „sozialen Schutzschilds“ ausliefen.
Die Initiative erklärte, viele Bewohner fürchteten Obdachlosigkeit und neue wirtschaftliche Notlagen. Sie rief Bürger dazu auf, sich der Versammlung anzuschließen und für eine Verlängerung der Schutzmaßnahmen sowie eine robustere Wohnungspolitik zu werben.
Coque Malla übernimmt Mackie Messer in neuer „Dreigroschenoper“
Coque Malla hat in Las Palmas de Gran Canaria die Hauptrolle übernommen. Der Schauspieler und Musiker spielte Mackie Messer in einer neuen Inszenierung der „Dreigroschenoper“, die klassische und moderne Elemente verbinden sollte.
Malla nannte die Rolle eine große Herausforderung und eine Ehre. Nach der Premiere sollte die Produktion auf eine nationale Tournee durch Spanien gehen. Die Inszenierung kündigte eine neu interpretierte Partitur, visuelle Effekte sowie ein starkes Ensemble mit Bühnenbild und Choreografie an.











