Gran Canaria spricht über neue politische Allianzen, den Streit um Karnevalsausgaben und Wetterwarnungen sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Coalición Canaria und Unidos por Gran Canaria schmieden neue Allianz
Pablo Rodríguez hat weitere Abkommen der Coalición Canaria auf Gran Canaria angekündigt. Der Vorsitzende der Partei auf der Insel sagte, die Vereinbarung mit Unidos por Gran Canaria solle kanarische Kräfte unter Führung der CC bündeln und sei mehr als ein Wahlpakt. Gespräche mit Municipalistas Primero Canarias und weiteren Gruppen sollten folgen, Wahllisten seien noch nicht vereinbart.
Las Palmas zahlte mehr als 1,3 Millionen Euro für Karnevalskonzerte
Die Stadt Las Palmas de Gran Canaria hat Zahlungen von 1.304.542 Euro plus 91.317 Euro Kanaren-Mehrwertsteuer IGIC für Karnevalskonzerte veranlasst. Die Aufträge gingen in einem Verhandlungsverfahren ohne öffentliche Ausschreibung an Big Time SL und umfassten Auftritte von Marc Anthony sowie K Personajes. Im Vorjahr hatte der Stadtrat 881.970 Euro plus 61.737 Euro IGIC für das Hauptpaket gezahlt.
Wetterlage bringt Vorwarnung für Wind und Küstenphänomene
Die Kanaren-Regierung hat Vorwarnungen für Küstenphänomene und Wind ausgerufen, die auch Gran Canaria betrafen. Prognosen nannten nordwestliche Dünung von drei bis vier Metern und eine Wellenperiode von mehr als zwölf Sekunden. Für Freitag galt zudem eine Windvorwarnung, in den Bergen auf Gran Canaria erwarteten die Behörden Böen bis zu 80 km/h, in weiteren Inselbereichen bis zu 70 km/h.
Guardia Civil nahm elf Verdächtige wegen Treibstoffschmuggels fest
Die Guardia Civil hat im Kommando Las Palmas elf Personen festgenommen und 7.500 Liter Treibstoff beschlagnahmt. Die Ermittler führten in anderthalb Monaten drei Einsätze gegen sogenanntes „petaqueo“ durch und warfen den Verdächtigen Besitz und Transport unerlaubter brennbarer Stoffe nach Artikel 568 des Strafgesetzbuches vor. Die Beamten stellten einen Zusammenhang zu Drogenhandel mit Schnellbooten fest und meldeten gestörte geplante Operationen nahe den Kanaren.
Gáldar verlangte Aussetzung der Biogasanlage in La Atalaya
Die Stadt Gáldar hat die sofortige Aussetzung des Betriebs der Biogasanlage in La Atalaya gefordert. Die Kommune begründete dies mit mutmaßlichen Rechtsverstößen und möglichen Gesundheitsrisiken, nachdem Einwohner Emissionen und Nebenprodukte beklagt hatten und sich unzureichend informiert fühlten. Die Behörden leiteten eine Überprüfung ein und kündigten Gespräche sowie Gemeindetreffen an, bevor Entscheidungen zur Zukunft der Anlage fallen.
Studie meldete Misstrauen junger Menschen gegenüber dem politischen System
Eine Studie hat 51,6 Prozent Misstrauen junger Menschen auf Gran Canaria gegenüber dem politischen System ausgewiesen. Die Befragten zeigten laut Untersuchung zugleich eine Neigung zu mehr staatlichem Eingreifen. Als zentrale Sorgen nannten sie bezahlbares Wohnen, den Arbeitsmarkt mit hoher Jugendarbeitslosigkeit und den Zugang zu hochwertigen Gesundheitsdiensten.
ULPGC stritt über Ehrendoktorwürde für Königin Sofía
Lluís Serra hat das Verfahren zur geplanten Ehrendoktorwürde der Universität von Las Palmas de Gran Canaria für Königin Sofía verteidigt. Der Rektor sagte, der Vorschlag sei ohne formelle Einwände eingebracht worden und eine Mehrheit unterstütze die Nominierung, die am Freitag, 20. Februar, verliehen werden solle. Der Geschichtsprofessor Germán Santana, Mitautor eines Manifests, widersprach, kritisierte fehlende Konsultation und kündigte eine Demonstration am Verleihungstag an.
Kanaren-Regierung bearbeitete 58 Fälle unbegleiteter Minderjähriger
Die Regierung der Kanarischen Inseln hat in der vergangenen Woche 58 Fälle unbegleiteter minderjähriger Migranten abgeschlossen. Grundlage waren Artikel 5 und eine Zusatzbestimmung des Königlichen Dekrets 658/2025, das Transfers auf das Festland erleichtern sollte. Seit Beginn der Reform bearbeiteten die Behörden 612 Fälle, zudem archivierten sie 283 Vorgänge, unter anderem wegen Volljährigkeit oder negativer Berichte der Staatsanwaltschaft.











