Gran Canaria spricht über den tödlichen Arbeitsunfall am Flughafen, Proteste gegen prekäre Jobs und einen neuen Podcast zum Frauensport sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Flughafen Gran Canaria: Tödlicher Unfall löste Proteste aus
Ein tödlicher Arbeitsunfall hat am Flughafen Gran Canaria Proteste ausgelöst. Ein 31-jähriger Rampenarbeiter war am 10. Januar mit einem Gepäckfahrzeug mit einem stehenden Fahrzeug kollidiert und hatte eine schwere Brustverletzung erlitten. Der Flughafennotdienst stabilisierte ihn zunächst, später starb er im Krankenhaus. Die Guardia Civil leitete Ermittlungen, erste Ergebnisse schlossen einen mechanischen Defekt aus, Videoaufnahmen deuteten auf Ablenkung hin.
Bodenabfertigung: Beschäftigte klagten über Prekarität und Druck
Mitarbeiter der Bodenabfertigung haben am folgenden Montag am südlichen Terminal des Flughafens Gran Canaria ihres Kollegen gedacht und gegen Arbeitsbedingungen protestiert. Sie beschrieben eine strukturelle Prekarität mit vielen befristeten Verträgen, Stellenabbau bei Subunternehmern und hohem Arbeitsdruck. Langjährige Beschäftigte wie Victor und Mario arbeiteten nach eigenen Angaben seit zwei Jahrzehnten am Flughafen und hatten weiterhin Teilzeitverträge mit mindestens 20 Wochenstunden.
Arbeitsalltag am Rollfeld: Weniger Personal, mehr Belastung
Beschäftigte haben eine wachsende Belastung in der Abfertigung geschildert. Victor erklärte, die Arbeit sei stressiger geworden, die Arbeitslast habe zugenommen und die Fehlzeiten seien enorm gewesen, was die übrigen Teams zusätzlich belastet habe. Mario sagte, früher hätten sechs Arbeiter ein Flugzeug be und entladen, inzwischen seien es drei, stets unter Zeitdruck. Victor nannte 45 bis 50 Minuten für rund 300 Gepäckstücke.
Schulungen und Ausrüstung: Kritik an Sicherheitsstandards
Arbeiter haben fehlende Schulungen und veraltete Geräte am Flughafen Gran Canaria kritisiert. Mario sagte, es mangele an Trainings zu Sicherheitsverfahren auf dem Rollfeld und unerfahrene Kräfte könnten nicht einfach Geräte bedienen. Victor verwies auf häufige Ausfälle von Traktoren für die Gepäckbeförderung. Zudem kritisierten Beschäftigte, Unternehmen wie Groundforce und Menzies würden Kostenersparnisse über Sicherheit und Arbeitsrechte stellen.
Frauensport auf Gran Canaria: Leo Rodríguez startete Podcast-Reihe
Die Sportlerin Leo Rodríguez hat die erste Folge des Podcasts „Islas de Campeonas“ mitgestaltet. Das Format wollte Erfolge und Geschichten von Sportlerinnen auf den Inseln sichtbarer machen und zugleich Herausforderungen thematisieren. Rodríguez berichtete von Erfahrungen als Athletin, von Hindernissen und von der Bedeutung von Unterstützung, außerdem gab sie Einblicke in Trainingsroutinen. Der Podcast lud zur Debatte über Gleichheit und Repräsentation ein.











