Gran Canaria spricht über die politische Neuordnung in Santa Lucía de Tirajana, die Wohnungsagenda von Nueva Canarias und einen schweren Unfall in Arucas sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Santa Lucía de Tirajana ordnet die Regierung nach Entlassungen neu
Francisco García hat die Zuständigkeiten im Rathaus von Santa Lucía de Tirajana neu verteilt. Der Bürgermeister regelte das Organigramm um, nachdem drei Stadträten von Nueva Canarias die Befugnisse entzogen worden waren. Nach Gesprächen mit Vertretern der PSOE und Unidos por Gran Canaria sollte die neue Struktur die Stabilität der Stadtverwaltung sichern, die für eine absolute Mehrheit mindestens eine Stimme aus der Opposition brauchte.
Nueva Canarias greift Santa Lucías Kurs scharf an
Nueva Canarias hat das Vorgehen in Santa Lucía de Tirajana öffentlich verurteilt. Die Partei sprach am Samstag von Verrat, Unanständigkeit und Opportunismus, nachdem drei ihrer Stadträte entmachtet worden waren. In Las Palmas de Gran Canaria würdigte der Tagoror der Partei die Betroffenen, und Natalia Sánchez, Präsidentin der nationalen Gremien von Nueva Canarias Bloque Nacionalista, stellte ihnen Loyalität und politische Würde aus.
Nueva Canarias setzt im Parlament auf Wohnungsreform
Luis Campos hat Wohnen zur Priorität von Nueva Canarias für die nächste Parlamentssitzung erklärt. Der Generalsekretär sagte nach einem Treffen des Tagoror in Las Palmas de Gran Canaria, das Wohnrecht sei auf den Kanarischen Inseln gebrochen, weil Angebot fehlte und Preise stark gestiegen waren. Er kritisierte das Regierungsmodell und kündigte an, NC suche Allianzen links der Sozialistischen Partei, um politische Mehrheiten zu erreichen.
NC fordert Regeln für Ferienvermietung und einen sicheren Mietplan
Luis Campos hat weitere Maßnahmen gegen die Wohnungsnot skizziert. Er warb für ein Gesetz zur Ferienvermietung, das das Wohnrecht der Bewohner schützen sollte, und für einen Kanarischen Sicheren Mietplan nach Vorbild des Baskenlands. Dabei sollte die Regionalregierung als Bürge für Vermieter auftreten, die ihre Wohnungen für fünf Jahre vermieteten. Campos verlangte zudem deutlich höhere Budgets, weil zusätzliche Mittel bislang aus seiner Sicht zu gering ausfielen.
Lkw erfasst Fußgänger in Arucas, ein Verletzter schwebt in Gefahr
Ein Lastwagen hat in Arucas zwei Fußgänger erfasst und beide verletzt. Der Unfall passierte am Montagnachmittag an einer stark frequentierten Kreuzung, der Fahrer blieb vor Ort. Rettungskräfte brachten die Opfer ins Krankenhaus, eine Person lag in kritischem Zustand, die andere blieb stabil. Die Polizei nahm Ermittlungen auf, sichtete Videoaufnahmen und befragte Zeugen, während in der Gemeinde erneut über besseren Fußgängerschutz diskutiert wurde.
Km.0 Gran Canaria Messe bringt Produzenten nach Mesa y López
Die Km.0 Gran Canaria Messe hat am Samstag in der Einkaufszone Mesa y López in Las Palmas de Gran Canaria eröffnet. Rund 50 Produzenten präsentierten dort Käse, Honig, Weine, Obst und Gemüse sowie weitere Erzeugnisse aus Landwirtschaft und Handwerk. Pepi Peinado Ruiz, Generalsekretärin der Geschäftsvereinigung Mesa y López, sprach von einem Erfolg für Handel und Produzenten, während Vertreter von Inselverwaltung und Regionalregierung die Bedeutung kurzer Wege und lokaler Wertschöpfung betonten.
Filmstadt in Telde bleibt Thema, während Teneriffa voranschreitet
Das Filmstadtprojekt auf Gran Canaria hat erneut Aufmerksamkeit bekommen, weil ein ähnliches Vorhaben auf Teneriffa vorankam. Der Artikel verwies darauf, dass die Filmstadt auf Gran Canaria mehr als 100.000 Quadratmeter in der Gemeinde Telde umfassen und 2023 als Vorhaben von insularem Interesse eingestuft worden war. Materialisiert hatte sich das Projekt bislang nicht, und der Promoter hatte vor Verzögerungen in Verwaltungen gewarnt, die europäische Fördermittel gefährden könnten.
Mehr als 120 junge Asylsuchende ziehen Anträge aus Angst vor Verlegung zurück
Mehr als 120 junge Menschen haben ihren Asylantrag zurückgezogen, weil sie eine Verlegung auf das spanische Festland befürchteten. Die Regierung der Kanarischen Inseln nannte diese Zahl im Zusammenhang mit einem Beschluss des Obersten Gerichtshofs, nach dem der Staat für rund 1.000 minderjährige Flüchtlinge auf den Kanaren verantwortlich sein sollte. Save the Children und die Comisión Española de Ayuda al Refugiado warnten, der Verzicht auf Asyl verschärfe Unsicherheit und könne bei Volljährigkeit Rückführungen erleichtern.











