Gran Canaria spricht über ein genetisches Screening gegen plötzliche Herztode, neue Verkehrspläne an der Universität und Ermittlungen wegen Immobilienbetrugs sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Genetisches Screening soll plötzliche Herztode verhindern
Die Umiaya Foundation hat auf Gran Canaria ein kostenloses, vertrauliches Screening gestartet. Das Projekt richtete sich an Familien aus oder in San Bartolomé de Tirajana und sollte Träger der RYR2 p.G357S Mutation früh erkennen, die mit schweren Herzrhythmusstörungen bei jungen Menschen zusammenhing.
Stiftungspräsident Fernando Wangüemert erklärte auf einer Pressekonferenz, die frühe Identifizierung ermögliche Prävention, bevor Symptome aufträten. Die Initiative erhielt Unterstützung vom kanarischen Gesundheitsministerium und der Stadtverwaltung, die Inselverwaltung finanzierte sie. Ergebnisse wurden persönlich mitgeteilt, Daten flossen in eine Familiendatenbank ein.
ULPGC hat gestaffelte Unterrichtszeiten gegen Staus beschlossen
Die Universität von Las Palmas de Gran Canaria hat neue, gestaffelte Startzeiten beschlossen. Die ULPGC reagierte damit auf anhaltende Verkehrsstaus rund um den Campus, besonders zu Stoßzeiten, und wollte die Zahl gleichzeitig fahrender Fahrzeuge senken.
Der Plan sah unterschiedliche Beginnzeiten je Fakultät vor und sollte Studierenden ein reibungsloseres Pendeln ermöglichen. Für Anwohner erwartete die Universität weniger Lärm und geringere Umweltbelastung. Die ULPGC betonte ihr Ziel eines nachhaltigeren und besser zugänglichen Campus.
Guardia Civil hat wegen mutmaßlichen Immobilienbetrugs ermittelt
Die Guardia Civil hat auf Gran Canaria eine Frau wegen eines mutmaßlichen Immobilienbetrugs untersucht. Die Ermittler gingen dem Verdacht nach, sie habe einen Hausbesitzer mit gefälschten Dokumenten und Absprachen getäuscht und Verkaufsunterlagen manipuliert.
Die Behörden wollten das Ausmaß klären und mögliche Verbindungen zu ähnlichen Fällen prüfen. Die Guardia Civil riet, bei Käufen und Verkäufen besonders sorgfältig vorzugehen und Unterlagen vor Abschlüssen von Rechtsfachleuten prüfen zu lassen.
Protest in Las Palmas forderte stärkeren Schutz bei Wohnungsnot
Nahezu hundert Menschen haben in Las Palmas de Gran Canaria demonstriert. Die Teilnehmer kritisierten am Samstag, rechte Parteien hätten sich geweigert, den sogenannten sozialen Schutzschild zu stärken, obwohl Zwangsräumungen und fehlender Wohnraum viele Betroffene belasteten.
Im Zentrum stand das Phänomen „unsichtbarer Zwangsräumungen“, bei denen Menschen ohne offizielle Mitteilung ihre Wohnung verloren. Demonstranten forderten lokale Institutionen zu mehr Einsatz auf und verwiesen auf Aktivisten, die Betroffene derzeit praktisch unterstützten.
Rafael Robaina hat Municipalistas Primero Canarias verstärkt
Rafael Robaina hat sich Municipalistas Primero Canarias angeschlossen. Der ehemalige Rektor der Universität von Las Palmas de Gran Canaria trat der Bewegung aus einer lokalen Versammlung in Las Palmas de Gran Canaria bei, wie die Organisation am Mittwoch mitteilte.
Robaina erklärte, die Kanarischen Inseln seien von unten nach oben organisiert, von Gemeinden über Inselverwaltungen bis zur Regionalregierung. Er sagte, das Modell der Nähe und des Zuhörens aus Orten wie Gáldar oder Agüimes könne auch in Las Palmas de Gran Canaria funktionieren.
Forbes hat 30 einflussreiche Frauen auf den Kanaren benannt
Forbes hat erstmals eine Liste der 30 einflussreichsten Frauen auf den Kanarischen Inseln veröffentlicht. Genannt wurden unter anderem Nieves Lady Barreto als Regierungsrätin der Kanaren, Carolina Darias als Bürgermeisterin von Las Palmas de Gran Canaria sowie Astrid Pérez als Präsidentin des Kanarischen Parlaments.
Forbes würdigte außerdem Frauen aus Wissenschaft, Gesundheit, Kultur und Wirtschaft, darunter die Sängerinnen Ana Guerra und NIA sowie die Schauspielerinnen Toni Acosta und Antonia San Juan. Eine Gala war für Mittwoch, 4. Februar, auf Lanzarote angekündigt, am Folgetag sollte ein Wirtschaftsgipfel folgen.











