Gran Canaria spricht über die blaue Wirtschaft, einen Sprengsatz-Vorfall beim Karneval und einen Betrugsfall mit einer Reiseagentur sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Blaue Wirtschaft stärkt Gran Canarias Rolle auf den Kanaren
Gran Canaria hat die blaue Wirtschaft als wichtigen Wachstumstreiber beschrieben. Die Insel erwirtschaftete 2022 laut Angaben 1.901,3 Millionen Euro und stellte damit 54 Prozent der blauen Produktion der Kanarischen Inseln, was 10,12 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt auf Gran Canaria beitrug. Genannt wurden Hafenlogistik, nachhaltige Aquakultur und erneuerbare Energien sowie der Hafen von Las Palmas als Atlantik-Drehscheibe.
Nationalpolizei nimmt 24-Jährigen nach Sprengsätzen beim Karneval fest
Die Nationalpolizei hat in Las Palmas de Gran Canaria einen 24-Jährigen festgenommen. Mehrere Anrufer meldeten am 14. Februar gegen 22.30 Uhr, dass jemand nahe dem Santa-Catalina-Park selbstgebaute Sprengsätze aus einem Fenster auf die Straße warf, während die gesperrte Straße voller Fußgänger war. Beamte fanden Reste von Verpackungen mit Explosionsspuren, der Bewohner aus dem sechsten Stock gestand Frust wegen des Lärms, und die Polizei stellte Material zur Herstellung sicher.
Maskierte Angreifer verletzen Mann bei Messerangriff in Las Palmas
Zwei maskierte Personen haben in Las Palmas de Gran Canaria einen Mann in dessen Wohnung mit einem Messer angegriffen. Zeugen berichteten von einem Tumult, danach alarmierten sie Rettungskräfte. Das Opfer erlitt Verletzungen, blieb laut Angaben aber in stabilem Zustand.
Die Behörden leiteten Ermittlungen ein, um die Täter zu identifizieren und festzunehmen. Die Polizei patrouillierte in der Gegend und rief Anwohner dazu auf, verdächtige Beobachtungen zu melden.
Gericht nimmt Ermittlungen zu mutmaßlichem Reisebetrug wieder auf
Die Audiencia auf Gran Canaria hat Ermittlungen in einem Betrugsfall gegen den Inhaber einer Reiseagentur wieder aufgenommen. Betroffene hatten der Agentur vorgeworfen, Reisen kassiert zu haben, die nicht stattfanden oder nicht wie beschrieben abliefen, wodurch Kunden strandeten oder Ersatz organisieren mussten. Die Wiederaufnahme stützte sich auf umfangreiche Beweise, bei einer Verurteilung drohten je nach Ausmaß und Zahl der Betroffenen Haftstrafen.
Gesundheitsdienst der Kanaren warnt vor transphoben Broschüren in Kliniken
Der Gesundheitsdienst der Kanarischen Inseln hat vor der Verbreitung von Informationen außerhalb offizieller Protokolle gewarnt. In mehreren Krankenhäusern kursierten Broschüren und Plakate mit transphobem Inhalt, die nach Angaben von der Vereinigung Feministas de Canarias an Leitungen verschiedener Krankenhauskomplexe gesendet wurden. Eine Klarstellungsnotiz vom 11. Februar betonte, solche Inhalte hätten keine rechtliche Grundlage und könnten die Arbeit der TransCan-Einheiten beeinträchtigen, die seit 2021 auf fünf Inseln auch auf Gran Canaria bestehen.
Bewohnerin stirbt nach Erstickungsunfall in Einrichtung in Telde
Eine Bewohnerin eines Zentrums für Menschen mit geistiger Behinderung hat auf Gran Canaria ihr Leben verloren. Der Erstickungsunfall ereignete sich in der Gemeinde Telde, der Rettungsdienst leistete sofort Hilfe, erklärte die Frau jedoch für tot. Lokale Behörden sprachen der Familie ihr Beileid aus und kündigten weitere Untersuchungen an, um die Einhaltung der Protokolle zu prüfen.
Namelets erklären soziale Nähe und Identität auch auf Gran Canaria
Ein Beitrag hat die Bedeutung inoffizieller Namen auf den Kanaren erläutert. Unterschieden wurden Hypokoristika als liebevolle Namensformen und Namelets als oft humorvolle oder ironische Bezeichnungen, die Eigenschaften oder Anekdoten spiegelten und nur im engen Umfeld als angemessen galten. Als Beispiel wurde die Gran-Canaria-Dichterin Agustina González y Romero genannt, die sich gegen die Nutzung ihres Namelets „la Perejila“ durch Außenstehende gewehrt hatte.











