Gran Canaria spricht über den angekündigten Papstbesuch, erwartete Verkehrsauflagen und einen Rettungseinsatz in Tejeda sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Papst Leo XIV. kündigt Besuch auf Gran Canaria an
Papst Leo XIV. hat seinen Besuch auf den Kanaren angekündigt. Die Generaldirektion für Notfälle und Sicherheit der kanarischen Regionalregierung versetzte die Kanarischen Inseln ab 27. April in Voralarm und kündigte für die Tage auf Teneriffa und Gran Canaria einen Alarmzustand an. Der Papst soll am 11. und 12. Juni auf Teneriffa und Gran Canaria sein. Geplant sind eine Messe im Gran Canaria Stadion, ein weiterer Gottesdienst im Hafen von Santa Cruz de Tenerife, Besuche in zwei Migrantenzentren und eine Papamobil-Tour durch die Hauptstadt.
Behörden schlagen Teleworking und Unterrichtsausfall wegen Staus vor
Die Behörden haben wegen erwarteter Mobilitätsprobleme Entlastungsmaßnahmen vorgeschlagen. Sie begründen das mit einer sehr hohen Motorisierungsrate, häufigen Staus und einem Straßennetz von 4.357 Kilometern, das bei mehr als 18 Millionen Besuchern pro Jahr stark belastet ist. Anselmo Pestana, Regierungsdelegierter auf den Kanaren, wies auf mögliche Straßensperrungen hin. Er betonte, dass die Bevölkerung öffentliche Verkehrsmittel nutzen sollte.
Organisatoren erwarten Kosten von mindestens 15 Millionen Euro
Die Organisatoren erwarten für den Papstbesuch Kosten von mindestens 15 Millionen Euro. Gleichzeitig beziffern sie die möglichen wirtschaftlichen Auswirkungen in den besuchten Gebieten auf mehr als 100 Millionen Euro. Die Inselregierung von Teneriffa sagte eine finanzielle Unterstützung von einer halben Million Euro zu. Die kanarische Regierung nannte noch keine konkrete Summe.
Rettungskräfte versorgen verletzten Wanderer in Tejeda
Rettungskräfte haben einen verletzten Wanderer in Tejeda versorgt. Der Mann erlitt beim Wandern mittelschwere Verletzungen und löste kurz nach dem Vorfall einen Alarm aus. Ein Team aus Feuerwehrleuten und medizinischem Personal leistete nach der Lagebeurteilung Erste Hilfe. Anschließend brachten die Einsatzkräfte die Person zur weiteren Behandlung in ein örtliches Krankenhaus.
Andersen Kollektiv fordert zum Collodi-Jubiläum das Original von Pinocchio ein
Ein kanarisches Kollektiv hat zum 200. Geburtstag von Carlo Collodi die Anerkennung seines Originalwerks gefordert. Das Andersen Kollektiv erklärte, viele Menschen kennten Pinocchio, aber nur wenige wüssten von der gesellschaftskritischen Ebene des Textes aus der Zeit der italienischen Einigung. José Jiménez, Sprecher des Kollektivs, sagte, Kinderliteratur sollte Jüngste nicht vor harten Realitäten abschirmen. Das 1989 von Bildungsexperten im Cono Sur von Las Palmas de Gran Canaria gegründete Kollektiv verwies zudem auf Programme zur Leseförderung und kritisierte, die Disney-Version habe zentrale Inhalte verzerrt.





