CEISA hat beim Verwaltungsgericht Nummer 4 in Las Palmas de Gran Canaria die Aufhebung der Entscheidung von Puertos Canarios zur Stilllegung des Hafens von Santa Águeda beantragt. Zudem fordert das Unternehmen die sofortige Aussetzung der Maßnahmen, bis ein endgültiges Urteil vorliegt.
Worum es geht (TL;DR)
- CEISA beantragt gerichtlich die Aufhebung der Stilllegung des Hafens Santa Águeda durch Puertos Canarios.
- Der Hafen schlägt jährlich fast 500.000 Tonnen um und ist für CEISAs Betrieb unverzichtbar.
- Die Stilllegung würde wirtschaftliche Verluste von über 38 Millionen Euro und 3.000 Tonnen mehr CO2 jährlich verursachen.
Rechtsgrundlage für die Anfechtung
CEISA argumentiert, dass die Entscheidung von Puertos Canarios im Widerspruch zu einem Urteil desselben Gerichts vom 7. Juli steht. Dieses hatte die Ablehnung von CEISAs Konzessionsantrag für nichtig erklärt und eine Wiederaufnahme der Verfahren angeordnet. Eine Klarstellungsanordnung ergänzte, dass Steinbruch, Fabrik und Hafen eine untrennbare Einheit für den Betrieb von CEISA bilden.
Auswirkungen auf den Betrieb von CEISA
Die Umsetzung der Verwaltungsentscheidung würde CEISAs industrielle Aktivitäten nahezu vollständig zum Erliegen bringen, da der Hafen von Santa Águeda jährlich fast eine halbe Million Tonnen umschlägt. Er ist der einzige Zugangspunkt für Rohstoffe und Ausgangspunkt für Fertigprodukte zu anderen Inseln des Archipels.
Folgen der Hafenstilllegung
Die Entscheidung von Puertos Canarios führt zu irreversiblen und extrem belastenden Maßnahmen für CEISA, wie dem Abriss der voll funktionsfähigen Hafenanlagen. CEISA betont, dass bei einer Bestätigung des günstigen Urteils alle abgerissenen Strukturen wieder aufgebaut werden müssten. Dies würde zu einer absurden Verdoppelung der Kosten und einem wirtschaftlichen Verlust von über 38 Millionen Euro führen.
Diese Summe schließt weitere Schäden von allgemeinem Interesse nicht ein. Die Maßnahmen von Puertos Canarios gefährden die Versorgung mit einem strategischen Produkt im Archipel, die Qualität der Arbeitsplätze von Hunderten von Arbeitern, die Stabilität des Bausektors und die Kohärenz öffentlicher Nachhaltigkeitspolitiken. Der Verlust des Industriehafens würde den Transport von Rohstoffen und Fertigprodukten auf der Straße erfordern. Das würde zu einem Anstieg des CO2-Ausstoßes um über 3.000 Tonnen jährlich durch Schwerlasttransporte führen.
Standpunkt von CEISA
CEISA betrachtet die Maßnahmen von Puertos Canarios, die den Abbau eines seit 70 Jahren strategisch betriebenen Industriehafens fördern, während das Gerichtsverfahren noch läuft und ein günstiges Urteil vorliegt, als unverständliche Unbesonnenheit. Dennoch vertraut das Unternehmen auf die Justiz und hofft, dass die Gerichtsentscheidung schnell genug getroffen wird, um irreparablen Schaden zu verhindern.











