Mehrere Mitarbeiter haben das organisatorische Chaos bei der ehemaligen Grupo 1844 aufgedeckt, die Alsa 2024 übernahm, um auf den Kanarischen Inseln Fuß zu fassen.
Worum es geht (TL;DR)
- Alsa-Fahrer auf den Kanaren klagen über Schichten bis 13 Stunden und kurzfristige Dienstpläne.
- Mitarbeiter berichten von schlecht gewarteten Bussen, Bremsversagen und fehlenden Klimaanlagen.
- Fahrer drohen mit Streik, wenn Überstundenvergütung und Arbeitsbedingungen nicht verbessert werden.
Fahrer erfahren oft erst spät abends von ihren Diensten für den nächsten Tag. Nach den Fahrten müssen sie "verfügbar" bleiben, bis sie erneut eingeteilt werden – das kann Stunden dauern. Viele stranden am Flughafen Gran Canaria und warten in ihren Bussen. Bei verspäteten Touristenankünften müssen sie weiter warten, egal wie lange.
Fahrer kritisieren Arbeitsbedingungen bei Alsa
Die Schichten dauern oft 11 bis 13 Stunden. Ein Fahrer auf Fuerteventura klagte, es gebe keine Work-Life-Balance und keine digitale Trennung.
Mindestens sechs Alsa-Fahrer berichteten anonym von übermäßiger Arbeitsbelastung, fehlender Vorabplanung, schlecht gewarteten Fahrzeugen, unfairer Überstundenvergütung und Vergeltungsmaßnahmen bei Beschwerden.
Alsa weist Vorwürfe zurück
Alsa räumte ein, dass die Bedenken die "Arbeitsorganisation und Arbeitsbedingungen" betreffen, betonte jedoch, dass solche Themen über die richtigen Kanäle mit Arbeitnehmervertretern besprochen werden sollten. Das Unternehmen halte sich an alle Vorschriften und Tarifverträge.
Ein Fahrer gab zu, Fahrzeuge mit weniger als vier Stunden Schlaf zu fahren. Sie warnte, dass sie fast am Steuer eingeschlafen sei. Technische Probleme mit Fahrzeugen wurden ebenfalls gemeldet. Trotz Erneuerung eines Teils der Flotte sind noch Busse im Einsatz, die nicht mehr auf die Straße sollten. Mindestens drei Quellen berichteten von Bremsversagen. Auf Fuerteventura fehlen mehreren Bussen angeblich Klimaanlagen.
Streik bei Alsa droht
Die Mitarbeiter haben Verbesserungsvorschläge eingereicht, darunter ordnungsgemäße Überstundenvergütung und frühzeitige Bekanntgabe der Einsatzpläne. Sie drohen mit Streik, wenn sich die Bedingungen nicht verbessern. Alsa expandiert derweil weiter auf den Kanaren und könnte sich an künftigen interkommunalen Verkehrsverträgen auf Gran Canaria beteiligen.











