Eine wissenschaftliche Studie hat begonnen, um die Küstengefährdung in Santa Cruz de La Palma zu untersuchen. Diese Untersuchung ist Teil des Projekts ‘Adaptacost6’, das mit einem Budget von 2,3 Millionen Euro ausgestattet ist, um die Auswirkungen des Klimawandels auf die Küsten der Kanarischen Inseln zu erforschen. Die gesammelten Daten sollen Szenarien für 2050 erstellen, um Anpassungsmaßnahmen gegen den Anstieg des Meeresspiegels und Erosion vorzuschlagen.
Das Ministerium für Ökologische Transition und Energie der Kanarischen Inseln, unter der Leitung von Mariano H. Zapata, hat eine Messkampagne im Küstenbereich von Santa Cruz de La Palma gestartet. Diese konzentriert sich auf den Abschnitt zwischen der Stadt und Maldonado, um Informationen über Wassertiefen, Relief und Meeresboden zu sammeln. Diese Daten sind entscheidend für die Planung von Anpassungsmaßnahmen.
Kanaren untersuchen Küstengefährdung
Miguel Ángel Morcuende, Generaldirektor für Naturräume und Biodiversität, erklärte, Santa Cruz de La Palma sei besonders anfällig für den Anstieg des Meeresspiegels und Erosion. Mehrere Risiken würden die Bewohner, lokale Wirtschaft, Strände und das historische Erbe betreffen. Besonders betroffen sei das Küstenviertel Maldonado, weshalb die Informationen für dessen Schutz entscheidend seien.
Morcuende betonte die Bedeutung präziser wissenschaftlicher Daten, um proaktive Maßnahmen zu ergreifen. Diese sollen klare Anpassungslösungen für die Sicherheit der Bürger und wesentliche Dienste in den kommenden Jahrzehnten bieten.
Die gesammelten Daten sollen helfen, hochauflösende Klimaszenarien für 2050 zu erstellen. Diese Szenarien simulieren verschiedene Überschwemmungs- und Erosionssituationen, um Anpassungsmaßnahmen zu priorisieren. Ein zentrales Ziel sei es, die Bevölkerung vor potenziellen Auswirkungen zu schützen.
Sergio Hidalgo, Umweltbeauftragter in Santa Cruz de La Palma, hob die Bedeutung wissenschaftlicher Studien für die Küstengemeinde hervor. Diese ermöglichten es, die Auswirkungen des Meeresspiegelanstiegs oder der Erosion auf sensible Gebiete wie Maldonado zu verstehen und effektive Schutzmaßnahmen zu ergreifen.
Präzise Datenerhebung für Küstenschutz
Die Studien werden von ECOS, Environmental Studies and Oceanography SL, durchgeführt, die von Tragsatec, dem Koordinator des ‘Adaptacost6’-Projekts, beauftragt wurden. Während der Kampagne kamen Techniken wie Mehrstrahl-Echolot, Inertialnavigation und Bewegungskompensation zum Einsatz, um präzise Ergebnisse zu gewährleisten.
Diese Studie in der Hauptstadt La Palmas ist Teil der ‘Adaptacost6’-Initiative, die insgesamt sechs Küstengebiete der Kanarischen Inseln umfasst, darunter Fuerteventura, La Palma, La Gomera, Teneriffa, Gran Canaria und Lanzarote.











