Die Zahl der Verkehrstoten auf den Kanarischen Inseln ist 2025 um 18 Prozent gestiegen. Insgesamt verloren 82 Menschen ihr Leben bei Verkehrsunfällen, 13 mehr als im Vorjahr. Diese Zahlen stammen von der Internationalen Vereinigung der Fachleute für Verkehrssicherheit (AIPSEV) und basieren auf Daten der DGT, 1-1-2 Canarias und anderen Rettungsdiensten. Besonders tragisch waren die Monate März und April mit jeweils neun Todesopfern, gefolgt von August, Oktober und November mit jeweils acht.
Worum es geht (TL;DR)
- 82 Verkehrstote auf den Kanaren 2025, ein Anstieg um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
- Auf Landstraßen starben 52 Menschen, 48 Prozent mehr als 2024.
- Motorradfahrer mit 34 Toten am stärksten betroffen, 58 Prozent der Fahrer unter Substanzeinfluss.
Landstraßen: Deutlich mehr Todesfälle als im Vorjahr
Besonders auffällig war der Anstieg der Todesfälle auf herkömmlichen Straßen. Hier starben 52 Menschen, 17 mehr als im Vorjahr – ein Anstieg um 48 Prozent.
Die Provinz Santa Cruz de Tenerife meldete auf Überlandstraßen 31 Todesopfer, 12 mehr als im Vorjahr, was einem Anstieg um 63 Prozent entspricht. In der Provinz Las Palmas waren es 21 Todesfälle, vier mehr als 2024 – ein Plus von 23 Prozent.
Motorradfahrer tragen das höchste Risiko
Insgesamt starben 34 Motorrad- und Mopedfahrer, ein Anstieg um 23 Prozent. Damit übertrafen sie die Zahl der getöteten Autofahrer und Insassen anderer Fahrzeuge, die 29 betrug. Fußgängerunfälle gingen von 17 auf 12 zurück, während vier Radfahrer und drei E-Scooter-Nutzer ums Leben kamen.
Ablenkung und Drogen als Hauptursachen
AIPSEV führt die meisten Unfälle auf Ablenkungen, insbesondere durch Handynutzung, Geschwindigkeit sowie Drogen- und Alkoholeinfluss zurück. 58 Prozent der Fahrer wurden positiv auf Substanzen getestet, zehn Prozentpunkte über dem nationalen Durchschnitt. Auch der schlechte Zustand vieler Straßen wird als Ursache genannt.
Die Organisation betont, dass die Zahlen vorläufig sind und sich auf Todesfälle innerhalb von 24 Stunden nach dem Unfall beziehen. Eine Revision nach oben ist möglich, wenn die endgültigen Daten vorliegen.
Forderung nach umfassenden Maßnahmen
Angesichts der besorgniserregenden Zahlen fordert AIPSEV eine umfassende Bewertung durch die zuständigen Institutionen. Die Vereinigung arbeitet weiterhin mit gefährdeten Gruppen, darunter junge Menschen, ältere Menschen und Motorradfahrer, dank der Zusammenarbeit mit dem Cabildo von Gran Canaria und anderen Institutionen.
Bildung sei entscheidend, um den menschlichen Faktor zu verbessern, betont die Organisation. Am Wochenende startet eine Kampagne, die mit dem Dreikönigstag zusammenfällt. Die Kampagne "Schütze deine Lieben" verteilt Aufkleber an Kinder, die ihre Eltern auffordern, im Auto keine Handys zu benutzen.











