Inmaculada Medina hat ihren Rücktritt erklärt. Sie begründete den Schritt mit "Verantwortung und Respekt" angesichts der gegen sie erhobenen Vorwürfe. Medina sagte, sie sei noch nicht offiziell über die Anschuldigungen informiert worden, fühle sich jedoch außerstande, ihr Amt weiter auszuüben.
Worum es geht (TL;DR)
- Inmaculada Medina tritt nach Anklage wegen Veruntreuung von 400.000 Euro zurück.
- Die PSOE-Stadträtin soll zwischen 2015 und 2025 überhöhte Rechnungen genehmigt haben.
- Medina vertraut auf die Justiz und will sich ihrer Verteidigung widmen.
Anklage wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder
Die Stadträtin für territoriale Koordination in Las Palmas de Gran Canaria, Inmaculada Medina (PSOE), trat am Montag zurück, nachdem sie im Fall ‚Valka‘ wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder angeklagt wurde. Medina, die 14 Jahre lang unter drei Bürgermeistern diente, wurde vergangenen Donnerstag von der ermittelnden Richterin wegen Veruntreuung, Urkundenfälschung, Machtmissbrauch und Betrug angeklagt. Diese Straftaten sollen zwischen 2015 und 2025 begangen worden sein, während sie für Parks und Gärten zuständig war.
Die Anklage basiert auf Vorwürfen der Antikorruptionsstaatsanwaltschaft. Medina habe durch die wiederholte Genehmigung überhöhter Rechnungen für Wasserlieferungen zur Bewässerung in verschiedenen Stadtteilen zur Veruntreuung von etwa 400.000 Euro beigetragen. Dabei sei ein Unternehmen involviert, das angeblich einen hohen Beamten bestochen habe.
Verteidigung und Vertrauen in die Justiz
Medina erklärte, sie könne ihre Aufgaben nicht weiter wahrnehmen und wolle sich nach Erhalt der formellen Mitteilung voll und ganz ihrer Verteidigung widmen. Sie vertraue auf die Justiz und sei überzeugt, dass diese ihre Arbeit mit allen Garantien verrichten werde. Sie habe die Entscheidung, zurückzutreten, "nach reiflicher Überlegung" und "mit voller Verantwortung" getroffen.
Medina betonte, Politik sei ein Werkzeug, um das Leben der Menschen zu verbessern, und die Arbeit für die Stadt sei die größte Ehre ihrer Karriere gewesen. Sie habe stets mit Überzeugung, Ehrlichkeit, Strenge und Engagement gehandelt, um das Leben der Bürger zu verbessern und das öffentliche Interesse zu wahren.
Rückhalt aus der Kommunalpolitik
Medina, die für die Bereiche Wasser und Karneval verantwortlich war, wurde bei ihrer Pressekonferenz von mehreren Kollegen begleitet, darunter Stadträte der aktuellen Regierungsmannschaft sowie der vorherigen Verwaltung. Das Regierungsteam (PSOE, Nueva Canarias, Primero Canarias und Podemos) wünschte ihr "alles Gute im persönlichen und beruflichen Leben". Ihr Rücktritt wird in der nächsten ordentlichen Sitzung dem Plenum mitgeteilt.











