Gran Canaria spricht über ein aufgehobenes Urteil in einem Missbrauchsverfahren, zusätzliche Busse zur Uni-Aufnahmeprüfung und den geplanten Papstbesuch in Las Palmas sowie weitere Entwicklungen. Was die Insel aktuell beschäftigt.
Gericht hob Haftstrafe in Missbrauchsverfahren auf Gran Canaria auf
Ein Gericht hat eine zehnjährige Haftstrafe aufgehoben. Das Urteil hatte einen Mann wegen zweier Versuche betroffen, seine minderjährige Nichte auf Gran Canaria sexuell zu missbrauchen.
Das höhere Gericht begründete die Entscheidung mit Verfahrensfehlern und hielt deshalb eine Überprüfung der Verurteilung für gerechtfertigt. In der Bevölkerung löste der Beschluss Empörung und eine Debatte über den Schutz von Minderjährigen aus, während andere auf faire Verfahren und die Unschuldsvermutung verwiesen.
Las Palmas bereitete Schlüsselübergabe an Papst Leo XIV. vor
Las Palmas de Gran Canaria hat die Übergabe der Stadtschlüssel an Papst Leo XIV. angekündigt. Der Papst hatte zuvor erklärt, die Kanarischen Inseln besuchen zu wollen.
Die Stadt stellte die Ehrung als traditionelle Geste des Respekts dar und plante begleitende Veranstaltungen mit öffentlichen Ansprachen und Begegnungen. Die Behörden riefen die Bevölkerung zur Teilnahme auf, während die Vorbereitungen in der Stadt weiterliefen.
Guaguas Municipales hat Busangebot zum Tafira Campus verstärkt
Guaguas Municipales hat zusätzliche Busverbindungen für die Universitätsaufnahmeprüfungen angekündigt. Die Verstärkungen sollten von Dienstag, 2. Juni, bis Freitag, 5. Juni, morgens zwischen 7.30 und 10.00 Uhr sowie abends zwischen 18.00 und 20.00 Uhr gelten.
Die Linien 25, 26 und 48 erhielten zusätzliche Fahrzeuge, um rund 2.200 erwartete Studierende zu befördern, und boten etwa 3.500 weitere Plätze. Pedro Quevedo aus der Abteilung für öffentlichen Nahverkehr riet zur Nutzung von Bussen, um Staus und Parkplatzprobleme zu vermeiden.
Inselverwaltung hat Anerkennung der schwarzen Biene angestoßen
Die Inselverwaltung von Gran Canaria hat eine Initiative gestartet, um die schwarze Biene als einheimische Nutztierrasse anerkennen zu lassen. Das Vorhaben sollte den Erhalt ihrer Merkmale und ihren Beitrag zur Biodiversität stärken.
Der Vorschlag betonte nachhaltige Imkerei und die Bedeutung für lokale Imker. Nach der Genehmigung wollte die Verwaltung mit der Kanaren-Regierung zusammenarbeiten, um die formale Anerkennung auf den Weg zu bringen.
„Ustedes“-Kampagne hat Identität und Zugehörigkeit auf Gran Canaria betont
Der Cabildo von Gran Canaria hat zusammen mit der Agentur 22GRADOS die Kampagne „Ustedes“ gestartet. Sie setzte auf Identität, Erinnerung und Zugehörigkeit und nutzte bewusst „ustedes“ statt „vosotros“, um Inklusivität zu fördern.
Teilnehmer sollten persönliche Geschichten teilen, die ein Mosaik lokaler Erzählungen ergaben. Eine Guerilla-Marketing-Aktion beim „Festival La Isla de Mi Vida“ sorgte für Beteiligung, während die Initiative die Bewahrung kultureller Identität in Zeiten des Wandels hervorhob.
Forschung hat Ernährung der alten Kanaren-Bewohner neu eingeordnet
Neue bioarchäologische Techniken haben die Ernährung der alten Kanarier genauer beschrieben. Studien zeigten Unterschiede zwischen den Inseln sowie eine ungleiche Verteilung von Fleisch und Fisch.
Dr. Jacob Morales, Experte für Archäobotanik, bestätigte, dass Feigen nur auf Gran Canaria konsumiert worden seien und Feigenbäume dort kultiviert wurden. Analysen zu Gerste als Grundnahrungsmittel, Isotopenwerte und Hinweise auf Ernährungsstress belegten zudem, dass die prähistorische Bevölkerung auf Gran Canaria wiederholt unter Knappheit litt.





