Gran Canaria beschäftigt dieser Tage ein schwerer Verkehrsunfall auf der GC-500, Proteste gegen Fischzuchtkäfige, der Saisonstart von UD Las Palmas sowie weitere Entwicklungen auf der Insel.
Schwerer Unfall auf der GC-500 in San Bartolomé de Tirajana
Auf der GC-500 in San Bartolomé de Tirajana sind am Samstag gegen 3.51 Uhr zwei Menschen verletzt worden. Der Wagen prallte gegen eine Böschung, wie der Notrufdienst 1-1-2 mitteilte. Feuerwehrleute befreiten die Insassen aus dem eingeklemmten Fahrzeug, medizinische Teams versorgten sie vor Ort.
Ein 37-jähriger Mann erlitt schwere Mehrfachverletzungen und kam ins Hospital Doctor Negrín in Las Palmas de Gran Canaria. Eine 32-jährige Frau zog sich mittelschwere Prellungen zu und wurde ins Universitätsklinikum Gran Canaria gebracht. Die Guardia Civil ermittelt zur Unfallursache.
Ben Magec kündigt Proteste gegen Fischzuchtkäfige auf Gran Canaria an
Die Umweltorganisation Ben Magec – Ecologists in Action hat Proteste gegen die Installation von Fischzuchtkäfigen angekündigt. Sprecher Eugenio Reyes bezeichnete das vergangene Jahr als besonders traumatisch für die Umwelt auf den Kanarischen Inseln und verwies auf einen Vorfall vor der Küste von Telde, bei dem tonnenweise Fische verendeten.
Reyes kritisierte fehlende Strategien zum Schutz der Biodiversität und warnte vor dem Verlust landwirtschaftlicher Flächen. Eine Versammlung sollte am Sonntag um 9.00 Uhr in La Aldea de San Nicolás beginnen. Ben Magec unterstützte zudem eine Mobilisierung am 20. Juni im Schamann-Viertel in Las Palmas de Gran Canaria für Wohnrechte.
UD Las Palmas startet mit Sieg gegen Málaga in die Aufstiegssaison
UD Las Palmas hat die neue Saison mit einem Sieg gegen Málaga eröffnet. Nach zahlreichen Veränderungen im Sommer wollte die Mannschaft ihre neue Ausrichtung und die Integration der Neuzugänge unter Beweis stellen. Das Ziel bleibt klar: der Aufstieg in die Primera División.
Las Palmas kontrollierte von Beginn an das Spieltempo und erspielte sich Chancen, blieb in der ersten Halbzeit aber ohne Treffer. In der zweiten Halbzeit fand das Team seinen Rhythmus und erzielte das entscheidende Tor. Die nächsten Partien werden zeigen, ob der Start trägt.
Schnellmalwettbewerb in Las Palmas de Gran Canaria mit mehr als 300 Teilnehmern
Las Palmas de Gran Canaria hat die 30. Ausgabe des Schnellmalwettbewerbs auf der Avenida Mesa y López ausgetragen. Mehr als 300 Teilnehmer im Alter von drei bis 73 Jahren verwandelten die Straße am Samstag in eine Freiluftgalerie. Die Stadt vergab Preisgelder im Gesamtwert von 18.000 Euro, die Werke wurden ab 15.00 Uhr ausgestellt.
Die Jury verkündete ihre Entscheidung um 18.00 Uhr. Den mit 2.500 Euro dotierten Stadtpreis gewann Alejandro Mesa Fajardo; in der Erwachsenenkategorie wurden weitere 16 Preise vergeben. Eine Auswahl der besten Arbeiten ist vom 4. September bis 4. Oktober im Kulturraum von El Corte Inglés zu sehen.
San-Pedro-Fest in Agaete ehrt Juana Jesús Sosa für jahrzehntelanges Engagement
Agaete hat den offiziellen Auftakt der San-Pedro-Feierlichkeiten im Tal begangen und dabei Juana Jesús Sosa García gewürdigt. Die Gemeinde ehrte sie am Samstag für ihren langjährigen Einsatz für die Festlichkeiten und das Zusammenleben im Nordwesten von Gran Canaria. Bürgermeisterin María del Carmen Rosario dankte ihr öffentlich und nannte ihren Beitrag einen Stolz für Agaete.
Die Ehrung fand im Beisein der Familie und vieler Anwohner statt und leitete einen Monat mit Tradition und religiösen Terminen ein. Eine Prozession der Agrupación Musical Guayedra begleitete den Auftakt, die Melodie von La Rama prägte den Nachmittag. Juana Jesús bedankte sich und betonte die Bedeutung ihrer Familie.
San Juan de Dios sammelt Spenden für inklusives Sommercamp auf Gran Canaria
San Juan de Dios hat am Freitag in Las Palmas de Gran Canaria Spenden für ein Sommercamp für Kinder mit besonderen Bedürfnissen gesammelt. Die Organisation bezeichnete das Angebot als einzigartig auf Gran Canaria. Es entstand aus Gesprächen mit Familien und soll eine inklusive, sichere Umgebung mit Freizeit, Bildung und Therapie bieten.
Ciudad San Juan de Dios stellt 80 Plätze bereit, jeweils 40 im Juli und August. Die Organisation dankte den Freiwilligen, die in der Hauptstadt sammelten. Spenden sind auch digital möglich, unter anderem über Bizum mit dem Code 01331.
Clavijo warnt vor Rechtsruck durch Migration auf den Kanaren
Kanarenpräsident Fernando Clavijo hat vor einem Rechtsruck durch das Migrationsthema gewarnt. Am Samstag, vor der offiziellen Begrüßung von Papst Leo XIV. im Königspalast, sagte er, der Besuch komme zu einem günstigen Zeitpunkt, weil die Gründe in Bezug auf Migration relevanter denn je seien. Der Papst sollte Gran Canaria und Teneriffa besuchen.
Clavijo erklärte, die Kanaren erlebten einen beispiellosen Zustrom und priorisierten Menschenrechte sowie die Rechte von Minderjährigen. Das Migrationsphänomen begünstige den Vormarsch der extremen Rechten und bedeute einen Rückschritt bei den Menschenrechten. Er erinnerte zudem daran, dass die Volkspartei, mit der er auf den Inseln regiert, gegen die Reform von Artikel 35 des Einwanderungsgesetzes gestimmt habe.
Forschung bewertet Ernährung der Ureinwohner Gran Canarias neu
Forscher haben die Ernährung der kanarischen Vorfahren anhand von Knochenanalysen und Tierfunden neu bewertet. Die Auswertungen zeigen, dass die Menschen Allesfresser waren und gelegentlich auch Reptilien verzehrten; menschliche Überreste belegen zudem Nahrungsmittelknappheiten. Archäologe Elías Sánchez Cañadillas arbeitete mit stabilen Isotopenanalysen, die chemische Spuren in Hinweise auf die Ernährung übersetzen.
Für Gran Canaria beschreiben die Studien eine stärkere Abhängigkeit von marinen Ressourcen, was sich unter anderem in hohen Exostoseraten zeigt. Dr. Emilio González Reimers stellte in Untersuchungen prähistorischer Populationen eine hohe Osteoporose-Prävalenz auf Gran Canaria fest, die mit Mangelernährung in Verbindung stand. Die Forschung schließt Wissenslücken, eine genaue chronologische Einordnung bleibt jedoch offen.





