Papst Leo XIV hat auf Gran Canaria deutliche Worte zur Migration gefunden. In Arguineguín gedachte er der im Atlantik gestorbenen Migranten, warf einen Blumenkranz ins Meer und sprach mit Helfern. Das Zeugnis eines Menschenhandelsopfers wurde aus Sicherheitsgründen verlesen, die Person selbst war nicht anwesend.
Er bezeichnete den Hafen als "Hafen der Hoffnung" und forderte Europa auf, die Würde des Menschen zu achten. Man dürfe sich nicht an das Zählen der Toten gewöhnen, sagte er und rief die internationale Gemeinschaft zu wirksamer, dauerhafter Zusammenarbeit auf.
Las Palmas de Gran Canaria empfängt den Papst
Große Menschenmengen säumten die Strecke des Papamobils am Arguineguín-Dock und in Las Palmas de Gran Canaria. In der Kathedrale von Santa Ana traf Leo XIV Bischöfe, Priester, Diakone, Ordensleute, Seminaristen und Seelsorger. Bürgermeisterin Carolina Darias überreichte ihm die Stadtschlüssel als Willkommensgeste. Im Gran Canaria Stadion feierte er eine Messe vor Hunderten Gläubigen; der Besuch hinterließ nach Angaben aus dem Umfeld des Papstes tiefe Eindrücke.
Fall Juana Ramos: Staatsanwaltschaft fordert 17 Jahre Haft
Im Fall der seit 2016 verschwundenen Juana Ramos hat die Staatsanwaltschaft Las Palmas hohe Strafen verlangt. Angeklagt ist Miguel Ángel Ramos Quesada, der sich vor einem Geschworenengericht verantworten musste. Staatsanwalt Jesús Javier Lomba warf ihm Totschlag vor und beantragte die Höchststrafe von 15 Jahren – obwohl die Leiche nie gefunden wurde. Hinzu kommen zwei Jahre wegen eines Vergehens gegen die moralische Integrität, womit die Gesamtforderung laut Justizquellen bei 17 Jahren liegt.
Fischer stirbt nach Sturz ins Meer bei Arucas
Am Freitag meldete der Notdienst 1-1-2 der Kanarischen Inseln um 08.47 Uhr einen tödlichen Unfall an der Küste von Arucas. Ein Fischer war in der Region Punta del Caletón ins Meer gestürzt. Feuerwehrleute erreichten ihn rund 400 Meter von der Küste entfernt. Ein Hubschrauber der Seerettung flog ihn zum Hubschrauberlandeplatz des Universitätskrankenhauses Doctor Negrín. Dort bestätigten Mitarbeiter des Kanarischen Rettungsdienstes SUC seinen Tod. Guardia Civil und örtliche Polizei unterstützten den Einsatz.
Flughafen Gran Canaria: Leichtes Passagierplus im Mai
Der Flughafen Gran Canaria war im Mai mit 1.175.039 Passagieren erneut der verkehrsreichste der Kanarischen Inseln und verzeichnete gegenüber Mai 2025 ein Plus von 1,5 Prozent. Insgesamt zählten die kanarischen Flughäfen 4.109.171 Passagiere. Die spanische Flughafen- und Flugsicherheitsbehörde Aena teilte zudem mit, dass in den ersten fünf Monaten des Jahres 22.694.672 Passagiere registriert wurden – ein Rückgang von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Nächtliche Sperrungen auf der GC-20 bei Arucas
Wegen Asphaltierungsarbeiten an der letzten Phase der Umfahrung Arucas werden auf der GC-20 nächtliche Sperrungen eingerichtet. Betroffen ist der Abschnitt zwischen Kilometer 3+400 und 4+870. Die Arbeiten laufen jeweils zwischen 22.00 und 6.00 Uhr; die erste Phase dauert vom 14. bis 18. Juni, die Gesamtmaßnahme zwei Wochen. Das Verkehrsministerium bat um Vorsicht und verwies auf Umleitungen sowie provisorische Beschilderung.






