Der Oberste Gerichtshof der Kanaren hat eine Klage gegen das neue Dekret zur Vergabe von Sozialwohnungen angenommen. Die Romería-Ofrenda in Teror ist terminiert, und der Papstbesuch hat auch den Gerichtsbetrieb auf Gran Canaria beeinflusst. Ein Überblick über die aktuellen Entwicklungen auf der Insel.
TSJC nimmt Klage gegen Wohnungsdekret an
Der Oberste Gerichtshof der Kanaren hat eine Klage gegen das Dekret 23/2026 zur Vergabe von Sozialwohnungen zugelassen. DESCA und die Plattform Recht auf ein Dach kritisieren die Regelung als diskriminierend, weil sie unter anderem zwölf Jahre ununterbrochenen Aufenthalt auf den Kanarischen Inseln voraussetzt.
Das Gericht forderte die vollständigen Unterlagen von der Regionalregierung aus Coalición Canaria und Partido Popular an. Pablo Rodríguez, Minister für öffentliche Arbeiten, Wohnungsbau und Mobilität, verteidigte das Dekret und verwies auf Ausnahmen für extrem vulnerable Personen. Die Kläger rechnen mit einer Entscheidung in acht Monaten bis zu einem Jahr.
Papstbesuch beeinflusst Gerichtsbetrieb auf Gran Canaria
Der bevorstehende Besuch von Papst Franziskus hat auch den Gerichtsbetrieb auf Gran Canaria verändert. Anhörungen und Verwaltungsabläufe wurden verlegt, Sitzungen neu terminiert, damit die Rechtsprechung trotz der Sicherheitsmaßnahmen weiterlief.
Lokale Stellen koordinierten sich mit Sicherheitsbehörden, um den erwarteten Andrang zu bewältigen. In der Bevölkerung fielen die Reaktionen gemischt aus: Viele verbanden den Besuch mit spiritueller Bedeutung, andere sorgten sich wegen Einschränkungen im Alltag und bei Abläufen der Justiz.
Reihenfolge für Romería-Ofrenda in Teror ausgelost
Die Inselverwaltung hat die Reihenfolge der Festwagen für die Romería-Ofrenda in Teror festgelegt. Kulturbeauftragte Guacimara Medina vom Cabildo und Terors Bürgermeister José Agustín Arencibia führten die Auslosung gemeinsam mit Koordinator Fernando Suárez durch. Die Prozession findet am 7. September bei der 74. Ausgabe statt.
Teror führt traditionell an, gefolgt vom Cabildo de Gran Canaria sowie La Aldea de San Nicolás und Mogán, die wegen ihrer Lage nicht an der Auslosung teilnahmen. Weitere Gemeinden von San Bartolomé de Tirajana bis Las Palmas de Gran Canaria stehen auf der Liste; Valsequillo und Las Palmas nehmen ohne institutionelle Vertretung teil.
Capitanes-Workshop in der Gran Canaria Arena
Die Pressehalle der Gran Canaria Arena hat den Capitanes + Workshop ausgerichtet. Organisiert wurde er von der Fundación Canaria UD Las Palmas gemeinsam mit der Generaldirektion für körperliche Aktivität und Sport der Kanaren im Rahmen des Proyecto Ganar; die Schulung leitete die Fundación Canaria Yrichen.
Die Verantwortlichen betonten Werte wie Respekt, Sportsgeist und Fairplay. Thema war außerdem die Prävention von Jugendabhängigkeiten, darunter Risiken durch soziale Medien, neue Technologien, Videospiele und Sportwetten. Die Teilnehmer erhielten Werkzeuge zur Erkennung und zum Umgang mit problematischen Situationen.
Schlechtes Wetter leitet Flug von Gran Canaria nach Teneriffa um
Schlechtes Wetter hat am Mittwoch eine Verbindung von Gran Canaria nach Teneriffa betroffen. Ein Flug, der auf Teneriffa Nord-Ciudad de La Laguna landen sollte, wurde wegen der Wetterbedingungen zum Flughafen Teneriffa Süd umgeleitet.
Insgesamt waren fünf Flüge aus Sevilla, Madrid, Lanzarote, La Palma und Gran Canaria betroffen. Alle Maschinen konnten nicht in Teneriffa Nord landen und wichen auf den südlichen Flughafen aus.
Kanaren verzeichnen weniger Hassverbrechen als der Landesdurchschnitt
Die Kanarischen Inseln haben 2025 eine niedrigere Rate an Hassverbrechen als Spanien insgesamt registriert. Laut offiziellen Daten lag die Rate bei 3,82 Fällen pro 100.000 Einwohner, unter dem nationalen Durchschnitt von 4,92. Nur Andalusien lag mit 3,40 noch niedriger.
Rassismus und Fremdenfeindlichkeit machten 38,4 Prozent der Fälle aus, Straftaten wegen sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität 26,7 Prozent. Auf den Kanaren registrierten die Behörden 86 Vorfälle, klärten 51 auf und meldeten 33 Festnahmen, davon 15 wegen Rassismus oder Fremdenfeindlichkeit.





