Gran Canaria bereitet sich auf den Papstbesuch vor, startet eine neue Waldbrandstrategie und präsentiert einen Wasserzyklusplan für Las Palmas. Ein Überblick über die aktuellen Entwicklungen auf der Insel.
Papstbesuch: Gran Canaria richtet internationales Pressezentrum ein
Gran Canaria hat das San Ignacio de Loyola College zum internationalen Pressezentrum für den bevorstehenden Besuch von Papst Franziskus auf den Kanarischen Inseln umfunktioniert. Das Zentrum bietet Arbeitsplätze, Räume für Pressekonferenzen, Hochgeschwindigkeitsinternet und Möglichkeiten für Live-Übertragungen. Behörden und Kirche arbeiten eng zusammen, um den Ablauf zu koordinieren und die erwartete Medienaufmerksamkeit zu bewältigen.
Las Palmas: Verkehrsbeschränkungen und Parkverbote zum Papstbesuch
Las Palmas de Gran Canaria hat umfangreiche Verkehrsbeschränkungen für den Papstbesuch angekündigt. Betroffen sind unter anderem die Avenida Rafael Cabrera sowie die Straßen Francisco Gourié, Doctor Verneau und Reyes Católicos, zudem Zufahrten der GC-110 Richtung Las Palmas. Parkverbote gelten in mehreren Bereichen, darunter nahe dem Mercado de Vegueta sowie in Siete Palmas und angrenzenden Zonen. Die Behörden empfehlen die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.
Waldbrandkampagne 2026: 2.600 Kräfte und neue Präventionsstrategie
Die Kanaren haben die Waldbrandkampagne für 2026 gestartet. Mehr als 2.600 Einsatzkräfte, 19 Flugzeuge und 202 Feuerwehrfahrzeuge stehen bereit. Der Geograph Fernando Medina von der Universität Las Palmas de Gran Canaria warnt: Weniger Brände seien zuletzt zerstörerischer geworden, Ressourcen allein reichten nicht aus. Seine Auswertung zählt auf Gran Canaria fast 1.000 Brände in 20 Jahren; vier Brände der sechsten Generation hätten dabei 97,6 Prozent der Schäden verursacht. Medina fordert mehr Prävention, aktualisierte kommunale Pläne, Selbstschutz und Mosaiklandschaften. Ergänzend verweist er auf das Programm ALERTAGRAN zur 3D-Überwachung.
Las Palmas präsentiert Wasserzyklusplan 2024 bis 2033
Las Palmas de Gran Canaria hat seinen Wasserzyklusplan für den Zeitraum 2024 bis 2033 auf einem nationalen Kongress vorgestellt. Das Konzept reagiert auf die Herausforderungen des Klimawandels und soll Wasserqualität und Zugänglichkeit verbessern sowie Versorgung und Abwasserinfrastruktur optimieren. Digitale Technologien sollen den Verbrauch überwachen und Dienstleistungen verbessern. Der Plan ordnet sich in die Nachhaltigkeitsziele der Stadt ein.
Ben Magec kritisiert Umweltpolitik auf den Kanaren
Die Umweltschutzorganisation Ben Magec hat scharfe Kritik an der Umweltentwicklung auf den Kanarischen Inseln geübt. Das vergangene Jahr habe "besonders traumatische" Veränderungen gebracht. Kritisiert werden der Ausbau thermischer Infrastrukturen, Eingriffe von Städtebauprojekten in geschützte Gebiete, eine fehlende Biodiversitätsstrategie sowie Agrarlandverlust und ein nicht nachhaltiges Tourismusmodell. Für Gran Canaria kündigt Ben Magec Veranstaltungen an, die Diskussionen anstoßen sollen; zudem plant die Bewegung soziale und ökologische Mobilisierungen.
Migrationspakt: CC und PP vertreten gegensätzliche Positionen
Der Europäische Pakt zu Migration und Asyl spaltet die Regierungsparteien auf den Kanaren. Der Pakt sollte am 12. Juni in Kraft treten und bleibt bei Menschenrechtsorganisationen umstritten. Die Coalición Canaria lehnt ihn ab, die Partido Popular befürwortet ihn – beide kritisieren jedoch fehlende Information und Koordination für die Inseln. Jacob Qadri Hijazo von der Partido Popular auf den Kanaren spricht sich für Abschiebezentren außerhalb der Europäischen Union aus. Die CC-Abgeordnete Cristina Valido fordert einen dringenden Gipfel mit den autonomen Gemeinschaften und warnt vor einer Abkehr von europäischen Grundwerten.






