Die Nationalpolizei hat ein Zentrum für unbegleitete Minderjährige in Puerto del Rosario auf Fuerteventura durchsucht. Die von der NGO Quorum 77 betriebene Einrichtung steht im Mittelpunkt einer laufenden Untersuchung des Gerichts für Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in Las Palmas. Diese Untersuchung hatte zuvor zur Schließung zweier Zentren auf Gran Canaria geführt.
Worum es geht (TL;DR)
- Nationalpolizei durchsucht Zentrum für unbegleitete Minderjährige in Puerto del Rosario auf Fuerteventura.
- Stellvertretender Direktor und Erzieher der NGO Quorum 77 wurden festgenommen.
- Zuvor wurden bereits zwei Einrichtungen auf Gran Canaria wegen Misshandlungsvorwürfen geschlossen.
Durchsuchung und Festnahmen auf Fuerteventura
Das Sozialministerium der Kanarischen Inseln bestätigte am Donnerstag die Inspektion gegenüber der Nachrichtenagentur EFE. Laut der Zeitung Canarias 7 wurden der stellvertretende Direktor des Zentrums und ein Erzieher während der Operation festgenommen. Die Ermittlungen stehen unter richterlicher Geheimhaltung.
Frühere Schließungen von Quorum-77-Einrichtungen
Im Juli ordnete das Gericht in Las Palmas die Schließung einer Einrichtung in Arinaga, Gran Canaria, an, die 148 minderjährige Migranten beherbergte. Die Ermittlungen gegen die Einrichtungen von Quorum Social 77 weiteten sich aus.
Zuvor, im Mai, schlossen die Behörden ein weiteres Zentrum derselben Organisation in Santa Brígida, Gran Canaria. Die Einrichtung Fortaleza I, die 45 junge Menschen beherbergte, wurde nach Vorwürfen von Misshandlungen geschlossen, die Verbrechen wie Körperverletzung, Hassverbrechen, unterlassene Hilfeleistung, Verletzung der moralischen Integrität und Bedrohungen umfassen könnten.
Zeugenaussagen und medizinische Berichte vorgelegt
Im Juli durchsuchte die Nationalpolizei auch die Zentrale von Quorum Social 77 in der Viera y Clavijo Straße in Las Palmas de Gran Canaria.
Sozialministerin Candelaria Delgado hatte im Mai bekannt gegeben, dass ihr Ministerium der Staatsanwaltschaft Zeugenaussagen von Kindern aus dem Zentrum Fortaleza I übermittelt hatte, die von körperlichem Missbrauch und rassistischen Beleidigungen berichteten, zusammen mit medizinischen Berichten der behandelnden Kinderärzte.











