Die Polizei hat auf Lanzarote Bauunternehmer wegen der Ausbeutung illegaler Arbeiter festgenommen. Die Unternehmen sollen Arbeiter ohne Arbeitserlaubnis beschäftigt haben, indem sie die Identitäten legal registrierter Mitarbeiter nutzten.
Worum es geht (TL;DR)
- Polizei und ITSS nahmen 16 Personen fest, darunter zwei Bauunternehmer auf Lanzarote.
- Unternehmen beschäftigten illegale Arbeiter unter falschen Identitäten legal registrierter Mitarbeiter.
- 14 Arbeiter ohne Arbeitserlaubnis wurden auf fünf Baustellen in mehreren Gemeinden identifiziert.
Polizeiaktion führt zu 16 Festnahmen
Die Nationale Polizei von Las Palmas hat in Zusammenarbeit mit der Arbeits- und Sozialversicherungsinspektion die Operation Bordillo abgeschlossen. Dabei wurden 16 Personen festgenommen, darunter zwei Geschäftsinhaber, und ein kriminelles Netzwerk im Bausektor auf Lanzarote zerschlagen.
Von den 16 Festgenommenen waren zwei Bauunternehmer und 14 ausländische Arbeiter, die illegal unter falschen Identitäten arbeiteten.
Ermittlungen seit Oktober
Die Ermittlungen begannen Mitte Oktober, als die ITSS entdeckte, dass ein Bauunternehmen auf Lanzarote ausländische Staatsbürger ohne Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis beschäftigt, indem diese als legal registrierte Arbeiter ausgegeben wurden.
Eine gemeinsame Taskforce von Polizei und ITSS fand heraus, dass das Unternehmen Subunternehmern Listen legal eingestellter Mitarbeiter zur Verfügung stellte, während es irreguläre Arbeiter auf Baustellen schickte. Diese mussten die persönlichen Daten der legalen Mitarbeiter auswendig lernen.
Betrügerische Praktiken auf mehreren Baustellen
Das Unternehmen auf Lanzarote setzte mehrere Arbeiter mit derselben Identität auf verschiedenen Baustellen ein, um Sozialversicherungszahlungen zu umgehen und finanzielle Vorteile zu erlangen. Am 4. November führten die Behörden zeitgleiche Inspektionen an fünf großen Baustellen in Arrecife, Yaiza, San Bartolomé und Teguise durch.
Identitätsdiebstahl und Urkundenfälschung
Bei diesen Inspektionen wurden 14 Arbeiter identifiziert, die falsche Identitätsdaten angaben. In mehreren Fällen konnten die Arbeiter Nachnamen, NIE-Nummern oder angebliche Elternnamen nicht korrekt wiedergeben, was ihre falschen Identitäten offenbarte.
Alle 14 Arbeiter wurden wegen Identitätsdiebstahls festgenommen, während die beiden Unternehmensinhaber wegen Identitätsdiebstahls, Urkundenfälschung und Verletzung von Arbeitnehmerrechten verhaftet wurden. Von den 14 festgenommenen Arbeitern sind alle Ausländer, 12 haben keine Aufenthaltsgenehmigung und keiner hat eine Arbeitserlaubnis in Spanien.
Die Ermittlungen dauern an, die ITSS bereitet relevante Dokumentationen vor und die Polizei setzt ihre Nachforschungen fort, um alle Fakten zu klären und weitere Verantwortlichkeiten zu identifizieren.











