Gran Canaria beschäftigt sich mit Protesten für inklusive Schulen, einem Streit um digitale Umweltkarten sowie Ehrungen in Las Palmas de Gran Canaria.
Proteste auf Gran Canaria fordern mehr Unterstützung an Schulen
Demonstranten haben auf Gran Canaria echte Inklusion an öffentlichen Schulen gefordert. Die Plattform für inklusive Bildung auf den Kanarischen Inseln kritisierte, das System grenze Kinder mit Behinderungen oder speziellen Bildungsbedürfnissen aus, weil Personal und Fachkräfte fehlten. Carolina Buriticá, Präsidentin der Plattform, erklärte, das Bildungsministerium gehe Probleme an, die bereits vor drei Jahren dringlich gewesen seien.
Buriticá forderte neben Assistenzkräften auch multiprofessionelle Teams und Co-Teaching, wie es in anderen Regionen Spaniens üblich ist. Sie kritisierte die häufige Verweisung in die Sonderpädagogik ohne regulären Lehrplan und warnte vor fehlenden Perspektiven nach der Schulzeit, wenn Betroffene zu Hause blieben oder nur Programme wie NEAE +21 nutzten.
Umweltgruppen kritisieren fehlenden Zugang zu Schutzgebiets-Daten
Die Kanaren-Regierung hat der Umweltorganisation ATAN den Zugang zu Vektordaten neuer digitaler Karten geschützter Naturräume verweigert. Das Ministerium für Territorialpolitik, Kohäsion und Wasser unter Manuel Miranda von der Kanarischen Koalition lehnte den Antrag ab und verwies auf einen Viewer des öffentlichen Unternehmens GRAFCAN.
Iván Cerdeña von der Teneriffa-Vereinigung der Naturfreunde sagte, eine genaue Analyse der Grenzänderungen sei so praktisch unmöglich. Umweltgruppen hätten bereits Verschiebungen festgestellt, die Flächen ungeschützt lassen könnten – darunter im Malpaís de Güímar. Der Geomatik-Spezialist Manolo Viera warnte zudem vor einer Reduzierung um 260.000 Quadratmeter in den Dünen von Maspalomas.
Las Palmas ehrt Quevedo und weitere Persönlichkeiten zum Stadtjubiläum
Zum 548. Jahrestag ihrer Gründung hat die Stadt Las Palmas de Gran Canaria im Alfredo Kraus Auditorium Auszeichnungen verliehen. Die Ehrungen fanden am 23. Juni statt und betrafen insgesamt 16 Personen und Institutionen.
Der Sänger Pedro Luis Domínguez Quevedo, bekannt als Quevedo, erhielt die Goldmedaille der Stadt. Weitere Goldmedaillen gingen unter anderem an das Hospital San José, die Asociación Bientratar, die Coral Cantata del Real Club Victoria, die Federación de Agrupaciones Folklóricas de Gran Canaria, Clipper, Astilleros Canarios (Astican) und die Asociación de Vecinos Artemi.
Blutspende-Kampagne auf Gran Canaria gestartet
Das Gesundheitsamt der Kanarischen Inseln hat neue Räume für regelmäßige Blutspenden eingerichtet und Kampagnen auch auf Gran Canaria gestartet. Die Maßnahmen sollen den Zugang erleichtern und die Bevölkerung zu kontinuierlichen Spenden motivieren, um die Blutversorgung stabil zu halten.
Die Behörde rief zur regelmäßigen Beteiligung auf, weil Blutspenden die Gesundheitsdienste direkt unterstützen und Leben retten können. Durch bessere Erreichbarkeit und mehr Aufmerksamkeit soll die Teilnahme in den Gemeinden steigen.






