Das Cabildo von Gran Canaria hat die vollständige Korrespondenz zwischen Alonso Quesada und Luis Doreste Silva veröffentlicht. Die Sammlung beleuchtet die persönlichen und kreativen Beweggründe des Autors von "Los caminos dispersos" und zeichnet das Bild einer vergangenen Ära. Miguel Pérez Alvarado hat die Ausgabe sorgfältig bearbeitet und mit umfangreichen Anmerkungen versehen, die den Inhalt der 166 Briefe und Telegramme von 1913 bis 1925 kontextualisieren.
Worum es geht (TL;DR)
- Das Cabildo von Gran Canaria veröffentlicht 166 Briefe zwischen Quesada und Doreste Silva.
- Die Korrespondenz von 1913 bis 1925 zeigt Quesadas vergeblichen Kampf um Anerkennung.
- Das fünfzig Jahre unveröffentlichte Erbe gilt als wertvollste kanarische Philologie-Publikation der letzten Jahre.
Bedeutendes kulturelles Ereignis auf den Kanaren
Biografische Werke über Schriftsteller sind selten. Die Veröffentlichung der Korrespondenz zwischen Quesada und Doreste ist daher ein bedeutendes kulturelles Ereignis. Die 700-seitige Ausgabe beeindruckt nicht nur durch die aufgedeckten Materialien, sondern auch durch die brillanten Anmerkungen und die transparente Methodik. Sie ist die wertvollste Veröffentlichung im Zusammenhang mit Quesadas Jubiläum und der kanarischen Philologie der letzten Jahre.
166 Briefe und Telegramme erstmals vollständig veröffentlicht
Die 166 erhaltenen Briefe und Telegramme zwischen Quesada und Doreste werden erstmals vollständig veröffentlicht. Sie stammen aus den Archiven der beiden Autoren, die das Cabildo 1975 erwarb und die heute in der Insularbibliothek von Gran Canaria aufbewahrt werden. Die Korrespondenz erstreckt sich von 1913 bis 1925 und umfasst die Vorbereitungen zur Veröffentlichung von "El lino de los sueños" bis einen Monat vor Quesadas Tod.
Quesadas vergeblicher Kampf um Anerkennung
Die Briefe zeigen, dass Quesada oft vergeblich um Anerkennung in Madrid kämpfte. In einem Brief von 1914 schrieb er, dass er niemanden auf der Insel über die Veröffentlichung von "El lino de los sueños" informieren werde. Zehn Jahre später äußerte er seine Enttäuschung über die mangelnde Anerkennung. Die Briefe lesen sich wie ein posthumer Roman, in dem Quesada das Scheitern eines modernen Schriftstellers darstellt.
Fünfzig Jahre unveröffentlichtes Erbe
Dieses Buch ist ein Skandal, weil es rechtzeitig und wichtig ist. Es bringt ein Erbe ans Licht, das fünfzig Jahre unveröffentlicht blieb. Pérez Alvarado erklärt, dass das Vermächtnis wie ein Bündel alter Papiere behandelt wurde. Die Veröffentlichung der vollständigen Korrespondenz wirft die Frage auf, warum ein selektives Desinteresse an Quesadas persönlichem Verhalten bestand.











