Gran Canaria beschäftigt eine Großrazzia gegen Kinderpornografie, eine umstrittene Räumung in Guía und die anhaltende Hitzewelle.
30 Festnahmen bei Razzia gegen Kinderpornografie auf Gran Canaria
Die Kanarische Polizei hat 30 Verdächtige wegen Kinderpornografie festgenommen. Die Operation "Currican" startete am Montag unter Leitung des Gerichts in Las Palmas de Gran Canaria. Durchsucht wurden Objekte in neun Gemeinden auf Gran Canaria sowie auf El Hierro. Die Ermittler verfolgten Vorwürfe zu Sexualdelikten an Minderjährigen unter 16 Jahren, Kinderkorruption und Verstößen gegen die öffentliche Gesundheit. Mehr als 130 Beamte verschiedener Einheiten waren beteiligt, darunter Spezialisten für Gewalt gegen Kinder, öffentliche Sicherheit und gerichtliche Unterstützung. Die Ermittlungen dauerten an, weitere Festnahmen galten als möglich.
Räumung in Guía macht fast 100 Menschen obdachlos
Eine Räumung hat in Guía fast 100 Menschen obdachlos gemacht. Am Dienstag rückten mehr als 50 Einsatzkräfte von Guardia Civil, lokaler Polizei und Feuerwehr in die Mr.-Leacock-Siedlung ein. Eingeleitet hatte die Maßnahme die Bananenanbaufirma Félix Santiago Melían SL. Bewohner wie Ayoub, Larbi Njima und Abdel Albateui berichteten von verlorenen Dokumenten, fehlenden Alternativen und jahrelang in Eigenarbeit errichteten Häusern. Protest kam von Tamaranae und der Gruppe Derecho al Techo, die von "Immobilienrassismus" sprach. Ein Journalist berichtete, Vertreter von Stadt oder Region seien nicht vor Ort gewesen; Anfragen an den Stadtrat blieben unbeantwortet.
Hitzewelle auf Gran Canaria: Tejeda misst 38,6 Grad
Tejeda hat am Dienstag 38,6 Grad gemessen und damit den Höchstwert auf den Kanarischen Inseln erreicht. Die Messung bestätigte die anhaltende Hitzewelle, die die Region belastet. Meteorologen warnten, die extremen Temperaturen könnten anhalten, und rieten der Bevölkerung zu Vorsichtsmaßnahmen.
Debatte um Franco-Statue erreicht auch Gran Canaria
Eine Entscheidung zur Franco-Statue in Santa Cruz de Tenerife hat auf den Kanaren neue Reaktionen ausgelöst. Das Ministerium für Demokratisches Gedächtnis nahm das Denkmal in einen Katalog von Relikten auf, womit dessen Entfernung vorgesehen ist. Der Schriftsteller David Uclés begrüßte den Schritt, nachdem er zuvor öffentlich Druck aufgebaut hatte und dafür Drohungen erhielt. Er rechnet mit der Entfernung bis Jahresende und kündigte an, mit einem neuen Roman nach Teneriffa zurückzukehren. Als Alternative brachte er scherzhaft eine "riesige Tirma" oder Skulpturen bedeutender Persönlichkeiten aus Gran Canaria ins Spiel.





