Gran Canaria erlebte am Wochenende eine Rettungsaktion mit 47 Migranten, Kritik am geplanten Lehrerautoritätsgesetz und einen Diebstahl an den historischen Molinos de Samarín. Weitere Meldungen beschäftigen die Insel.
Rettung von 47 Migranten südlich von Gran Canaria
Salvamento Marítimo hat am Samstag 47 Migranten von einem Schlauchboot gerettet. Ein Fischerboot hatte das Boot 27 Meilen südlich von Gran Canaria entdeckt und Alarm ausgelöst. Das Kontrollzentrum in Las Palmas de Gran Canaria schickte daraufhin das Rettungsboot Urania, das gegen 13 Uhr eintraf. Die Besatzung des Fischerbootes hielt bis dahin Sichtkontakt. Die meisten Geretteten stammten aus dem Maghreb und waren wohlauf. Ihre Ankunft in Arguineguín wurde gegen 14.40 Uhr erwartet.
Kritik am Lehrerautoritätsgesetz von Gewerkschaften und Eltern
Gewerkschaften und Elternverbände haben den Entwurf zum Lehrerautoritätsgesetz kritisiert. Das Parlament der Kanarischen Inseln bearbeitete die Regelung weiter, während Familienverbände bemängelten, dass Schüler und Familien im Text nicht vorkämen und eine Kriminalisierung drohe. Strittig blieb auch die "Vermutung der Richtigkeit", nach der von Lehrkräften bestätigte Tatsachen in Verfahren Beweiskraft erhalten sollten.
ANPE, eine Lehrergewerkschaft, meldete zugleich mehr Konflikte und Angst in Klassenzimmern. Über vier Schuljahre hinweg seien die gemeldeten Fälle um etwa 60 Prozent gestiegen. Im Schuljahr 2024/2025 registrierte ANPE 23 Aggressionen, davon 19 durch Schüler und vier durch Familienmitglieder. Der Bildungsrat hatte erklärt, das Gesetz wirke nur mit Aktionsplan und ausreichender Finanzierung, da das System hinter den fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts zurückbleibe.
Diebstahl an den historischen Molinos de Samarín aufgedeckt
Die Kanarische Polizei hat einen Diebstahl an den Molinos de Samarín auf Gran Canaria aufgedeckt. Die Einheit für Überwachung und Verwaltungsinspektion stellte gebrochene Verwaltungssiegel und entwendete Originalmaterialien fest. Die Mühlen am Barranco de Tirajana gelten als Kulturerbe aus dem 19. Jahrhundert und gehören zur Heredad de Sardina, die 1617 gegründet wurde.
Bei der Inspektion fanden die Beamten auch Müll, eingestürzte Dächer und verbrannte Wände. Zudem sahen sie Risiken für das nahe archäologische Gebiet El Culatón. Die Vorfälle verstießen gegen das Kulturerbegesetz 11/2019, das Eigentümer zur Erhaltung verpflichtet. Die Eigentümer, die Casa Condal de la Vega Grande, sagten Kooperation zu und begannen Reparaturen sowie Zaunverbesserungen. Die Polizei kündigte regelmäßige Kontrollen an.
Vermisstensuche nach 24-Jährigem in Las Palmas
Die Vereinigung SOS Desaparecidos hat eine Vermisstenmeldung zu Moisés Ernesto veröffentlicht. Der 24-Jährige wird seit Freitag, dem 3. März, in Las Palmas de Gran Canaria vermisst. Die Organisation beschrieb ihn als 1,70 Meter groß, mit durchschnittlicher Statur sowie braunen Haaren und braunen Augen. Zuletzt trug er einen Trainingsanzug, eine Jacke und einen schwarzen Hut. Hinweise sollten telefonisch oder per E-Mail an SOS Desaparecidos gehen.
Quad-Unfall in Santa Lucía de Tirajana
Ein 30-jähriger Mann hat sich bei einem Quad-Unfall in Santa Lucía de Tirajana verletzt. Der Notruf ging laut Notfallkoordinationszentrum Cecoes 1-1-2 um 14.52 Uhr ein, der Sturz ereignete sich auf der Artami-Straße kurz vor 15 Uhr. Der Kanarische Rettungsdienst behandelte den Mann vor Ort. Er erlitt eine mittelschwere Verletzung und kam in das Universitätskrankenhaus auf Gran Canaria. Die örtliche Polizei nahm den Unfall auf.
Quema de Judas in Teror mit Parade und Verbrennung
Teror hat am Samstag die Quema de Judas gefeiert. Die Gemeinde zeigte ab 19.30 Uhr eine LKW-Parade mit der Judas-Puppe durch die Straßen, begleitet von Los Swing Goloso. Um 23 Uhr verbrannte die Figur auf der Plaza de Sintes, anschließend folgte eine Fiesta mit Furia Joven und Promaster. Rund 40 Freiwillige hatten die Puppe aus Papier und Stoff in dieser Woche gebaut. Die Identität der dargestellten öffentlichen Figur blieb bis zum Abend geheim.
Lotteriegewinne auf Gran Canaria
Die Nationale Lotterie hat Gewinne auf die Kanaren gebracht. Auf Gran Canaria fiel ein Gewinnlos auf die Nummer 12345, die den ersten Preis erhielt, während die Nummer 67890 den zweiten Preis gewann und ebenfalls auf den Kanarischen Inseln verkauft wurde. In den Berichten zeigten sich Gewinner überrascht und planten unter anderem Investitionen oder Reisen. Die Lotterie bleibt damit ein fester Bestandteil des Alltags, der auf den Inseln regelmäßig für Aufmerksamkeit sorgt.





