Roberto Cristian wurde auf Teneriffa festgenommen, nachdem er die Guardia Civil bedroht hatte. Er darf das Gebiet von San Isidro nicht mehr betreten.
Worum es geht (TL;DR)
- Roberto Cristian Pérez darf San Isidro nach gewaltsamen Zwangsräumungen nicht mehr betreten.
- Gericht verhängte Annäherungsverbote gegen Mitarbeiter seiner Firma Ez Property Solutions.
- Rund zehn Personen stehen unter Untersuchung wegen Bedrohung und Nötigung.
Der Manager von Ez Property Solutions, Roberto Cristian, steht im Zentrum eines Gerichtsverfahrens, das die zunehmende Gewalt bei Zwangsräumungen zum Gegenstand hat. Ein Gericht verhängte zudem Annäherungsverbote gegen zwei seiner Mitarbeiter.
Eskalation in San Isidro
Die Justiz hat Roberto Cristian Pérez, den Leiter der Räumungsfirma Ez Property Solutions, aus dem Stadtteil San Isidro in Granadilla de Abona verbannt. Diese Entscheidung folgte Berichten über zunehmende Gewalt bei der Vertreibung von Bewohnern aus dem Residencial Malvasía, wo Pérez und etwa zwanzig seiner Mitarbeiter am 23. September für Chaos sorgten.
Ein vorsorglicher Beschluss vom 1. Oktober, unterzeichnet von Richter Pedro José Rosa, untersagt Pérez den Zugang zu San Isidro. Zwei seiner Mitarbeiter dürfen sich dem Wohnkomplex nicht auf weniger als hundert Meter nähern.
Rund zehn Personen, allesamt Mitarbeiter oder Kollaborateure der Firma, stehen derzeit unter Untersuchung. Die Bewohner des Gebäudes treten als Kläger auf, wie aus den konsultierten Quellen hervorgeht.
Details des Vorfalls
Laut Gerichtsbeschluss, der auf den "überzeugenden" Zeugenaussagen der "Geschädigten" basiert, stürmten Pérez und seine Mitarbeiter das Residencial Malvasía, um die Bewohner einzuschüchtern. Sie durchtrennten Ketten, die die Garage verschlossen, und drohten, den Zugang zu versperren.
Pérez setzte den Bewohnern ein Ultimatum bis 19 Uhr, um ihre Wohnungen zu verlassen. Andernfalls drohte er, ihre Wasserversorgung zu kappen und Solaranlagen zu demontieren.
Die Guardia Civil vertrieb Pérez und sein Team schließlich am Abend. Zuvor hatten sie zwei Nachbarn bedroht, was bei einem von ihnen zu einem Angstzustand führte.
Rechtliche Konsequenzen
Aufgrund der "Schwere" der Taten, die als Bedrohung und Nötigung gewertet werden könnten, sieht die Justiz eine "vermutete kriminelle Organisation". Pérez darf San Isidro nicht mehr betreten, wo fast 30.000 Menschen leben.
Richter Rosa begründet die Maßnahme mit Pérez‘ "führender Rolle" bei den Ereignissen. Pérez lebt auf Fuerteventura, daher beeinträchtigt das Verbot ihn nicht wesentlich.
Pérez äußerte sich in sozialen Medien zu der Entscheidung. In einem Video erklärte er, dass er sein Eigentum in San Isidro verkaufen wolle, da er es nicht mehr betreten dürfe.
Hintergrund und Unternehmensüberblick
Roberto Pérez wurde bereits im September in Granadilla de Abona verhaftet. Videos zeigen, wie die Guardia Civil ihn in Handschellen abführt.
Ez Property Solutions, 2023 in Las Palmas gegründet, ist für seine umstrittenen Methoden bei Zwangsräumungen bekannt. Das Unternehmen erzielte im letzten Jahr einen Gewinn von 232.553 Euro.
Pérez gibt an, als "Vermittler" zwischen Vermietern und Hausbesetzern zu fungieren. Er war zuvor im Drogenhandel aktiv und arbeitet daran, diese Probleme zu überwinden.
In sozialen Medien beschreibt Pérez sein Unternehmen als seriös, räumt aber ein, dass er kürzlich zu neun Monaten Haft wegen Nötigung verurteilt wurde.











