Das Amtsgericht Nummer 2 in Telde hat den Strafprozess um angebliche Unregelmäßigkeiten bei der Auszahlung von Überstunden bei der Polizei von Agüimes eingestellt. Die Entscheidung traf die Richterin Cristina Sbert Pinilla am vergangenen Mittwoch und begründete sie damit, dass die Ermittlungen keine Hinweise auf ein strafbares Verhalten ergeben hätten.
Die Staatsanwaltschaft hatte selbst die Einstellung des Verfahrens beantragt, nachdem sich der Verdacht auf eine Straftat nicht bestätigt hatte. Die Ermittlungen richteten sich gegen den ehemaligen Stadtrat Suso Trujillo, den früheren Polizeichef Juan Ildefonso Ramírez und die aktuelle Leiterin der Polizei von Agüimes, Luisa González.
Überstunden-Vorwürfe bei der Polizei in Agüimes
Ausgangspunkt war eine Anzeige der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Veruntreuung öffentlicher Gelder im Zusammenhang mit der Auszahlung von Überstunden und Sonderdiensten zwischen 2017 und 2021. Die Beschuldigten wiesen die Vorwürfe stets zurück und führten die Anzeige auf eine unbegründete Beschwerde eines Polizisten zurück, der ihnen zuvor mit rechtlichen Schritten gedroht hatte, nachdem er mit einer persönlichen Forderung nicht durchgedrungen war.
In ihrem Antrag an das Gericht erklärte die Staatsanwaltschaft, es gebe keine Anhaltspunkte, dass die Ermittlungen weitere Beweise für eine Straftat liefern könnten. Die Behörde betonte, es bestehe kein Grund, die Untersuchungen fortzuführen, da der Tatverdacht nicht ausreichend belegt sei. Das Gericht folgte dieser Einschätzung und stellte das Verfahren mit der Begründung ein, dass kein hinreichender Tatverdacht für das angebliche Delikt vorliege.
Staatsanwaltschaft sieht keine Beweise für Straftat
Die Einstellung des Verfahrens bedeutet, dass die Ermittlungen gegen die drei Beschuldigten vorerst abgeschlossen sind. Eine Wiederaufnahme ist nur möglich, wenn neue Beweise auftauchen sollten. Die Entscheidung sorgt in Agüimes für Erleichterung bei den Betroffenen, die ihre Unschuld von Beginn an betont hatten.

