Eine Gruppe von Mitarbeitern der Televisión Canaria hat sich an der Promenade Las Canteras in Las Palmas de Gran Canaria versammelt. Sie informierten Bürger über den Versuch der Regierung, die Nachrichtendienste des Senders zu privatisieren.
Worum es geht (TL;DR)
- Mitarbeiter der Televisión Canaria protestieren gegen Privatisierung der Nachrichtendienste durch CC und PP.
- Bürgermeisterin Carolina Darias und Vizepräsident Augusto Hidalgo unterstützen die Forderungen der Belegschaft.
- Gewerkschaft UGT warnt, das neue Audiovisualgesetz gefährde die journalistische Freiheit des Senders.
Mitarbeiter starten Kampagne zur Aufklärung
Unter dem Motto "Von Bürger zu Bürger" erklärten die Angestellten, dass ein Gesetzesvorschlag der Regionalregierung (CC und PP) die Auslagerung der Nachrichtendienste anstrebt. Sie lehnen diese Initiative ab und haben ihre Bedenken dem kanarischen Parlament und der Regionalregierung mitgeteilt, so Aday Domínguez, ein Sprecher der Belegschaft von Televisión Canaria.
Domínguez betonte, sie würden nicht aufhören, bis das Gesetz garantiere, dass Televisión Canaria und ihre Nachrichtendienste zu 100 Prozent öffentlich bleiben.
Unterstützung von lokalen Politikern
Die Mitarbeiter erhielten Unterstützung von der Bürgermeisterin von Las Palmas de Gran Canaria, Carolina Darias, und dem Vizepräsidenten des Cabildo de Gran Canaria, Augusto Hidalgo. Beide versprachen, die Forderungen der Arbeiter in kommenden Sitzungen zu diskutieren.
Auch der Gemeinderat von Agüimes kündigte seine Unterstützung durch eine entsprechende Resolution an.
Rücktritt des Nachrichtenchefs
Im September trat Paco Luis Quintana, der ehemalige Nachrichtenchef, zurück. Grund war die Umstrukturierung von Radio Televisión Canaria (RTVC) nach der Ernennung von César Toledo zum neuen Direktor für Medien und Inhalte. Quintana kritisierte, dass die neue Struktur die Unabhängigkeit und den Pluralismus der Nachrichtendienste gefährde.
Bedrohung durch Privatisierung
Laut UGT ebnet das neue Audiovisualgesetz der Regierung von Coalición Canaria und PP den Weg zur Privatisierung der Nachrichtendienste. Die Gewerkschaft fordert, dass die direkte Verwaltung mit eigenem Personal erhalten bleibt, um die journalistische Freiheit zu wahren.
Unterstützung von anderen Rundfunkanstalten
Die Belegschaft von Televisión Canaria hat auch Unterstützung von anderen öffentlichen Rundfunkanstalten erhalten, darunter das Interzentralkomitee von Radio Televisión Española und das Betriebskomitee der baskischen Rundfunkanstalt.











