Die Kanarischen Inseln haben 2025 turbulente Zeiten erlebt. Die Reform von Artikel 35 des Einwanderungsgesetzes im April verpflichtete autonome Gemeinschaften zur Aufnahme von Minderjährigen.
Worum es geht (TL;DR)
- Fast 2.000 Menschen starben 2025 auf der Atlantikroute zu den Kanarischen Inseln.
- Die Wohnkrise verschärfte sich durch hohe Mieten und umstrittene Ferienvermietungsgesetze.
- Proteste gegen Massentourismus führten zur Einführung einer Touristensteuer im Mai.
Ein Bericht von Caminando Fronteras warnte, dass fast 2.000 Menschen bei dem Versuch, die Inseln über die Atlantikroute zu erreichen, ums Leben kamen. Trotz eines Rückgangs der Migrantenankünfte hielt die Hetze gegen diese Menschen an. Die NGO erklärte das Jahr zum Jahr der "Verfolgung von Migranten".
Anhaltende Gewalt gegen Frauen auf den Kanaren
Die Kanarischen Inseln verzeichneten im zweiten Quartal die fünfthöchste Rate an weiblichen Opfern von geschlechtsspezifischer Gewalt in Spanien. Die Zahl der Opfer stieg um 1,3 % im Vergleich zum Vorjahr auf 2.657 Frauen. Derweil geriet das Gleichstellungsinstitut der Kanaren in eine Krise.
Eine herausragende Herausforderung war die Wohnkrise. Hohe Mieten, Zwangsräumungen und der Baustopp von Sozialwohnungen dominierten die Schlagzeilen. Auch das neue Gesetz zu Ferienvermietungen stieß auf Kritik, da es Eigentümer zwingt, ihre Wohnungen an Touristenbetreiber abzugeben.
Hitzewellen und Gesundheitskrise
Mehrere Hitzewellen trafen die Kanaren, die schlecht darauf vorbereitet waren. Ein Bericht hob hervor, dass die Inseln das höchste Risiko für Energiearmut in Europa haben. Der kanarische Gesundheitsdienst wurde wegen "Passivität und Vernachlässigung" kritisiert, nachdem eine Beschwerde über Mobbing am Arbeitsplatz eingereicht wurde.
Im Februar protestierten Betroffene gegen die neuen Regelungen zur Ferienvermietung. Ein Gerichtsurteil unterstützte eine Gemeinschaft, die Vermietungen unter vier Monaten verbot. Die CEOE von Teneriffa plante ein anonymes Meldesystem gegen Krankmeldungsbetrug, was Gewerkschaften als "Rückkehr in dunkle Zeiten" kritisierten.
Touristensteuer nach Massenprotesten
Im Mai führten Proteste gegen Massentourismus zur Einführung einer Touristensteuer. In Gran Canaria wurden Pläne für luxuriösen Tourismus in landwirtschaftlichen Gebieten kritisiert. Derweil warnte die Regierung vor der Bedrohung durch importierte israelische Kartoffeln.
Im Oktober kam es zu Kontroversen, als der Direktor des kanarischen Gesundheitsdienstes medizinische Details eines Abgeordneten preisgab. Dies führte zu einer Welle der Kritik. Derweil stiegen die Besucherzahlen der Nationalparks von drei auf acht Millionen, was zu einem "kontinuierlichen Kollaps" führte.











