Gran Canaria beschäftigt sich mit einem gewalttätigen Raub in La Aldea, steigenden Immobilienpreisen in Telde, einem Streit um Sozialwohnungsregeln und weiteren Entwicklungen auf der Insel.
Raub bei Fahrzeugverkauf in La Aldea: zwei Verdächtige gefasst
Die Guardia Civil hat nach einem gewalttätigen Raub auf Gran Canaria zwei Verdächtige festgenommen. Der Überfall ereignete sich in La Aldea de San Nicolás bei einem geplanten Fahrzeugverkauf und endete mit Drohungen und Gewalt.
Die Täter stahlen 3.000 Euro, ein Handy und Motorradscheine. Zuvor hatten sie das Opfer mit einer Würgetechnik attackiert und mit einem Messer bedroht. Einen Verdächtigen nahmen die Beamten am 1. Mai fest, später folgte ein Minderjähriger. Das Kommando Las Palmas stellte 1.400 Euro sicher. Der Fall wurde an ein Gericht in Santa María de Guía sowie an die Jugendstaatsanwaltschaft in Las Palmas übergeben.
Telde: Immobilienpreise steigen laut Tinsa um über elf Prozent
Die Bewertungsfirma Tinsa meldet für Telde auf Gran Canaria einen deutlichen Preisanstieg am Wohnungsmarkt. Der Quadratmeterpreis kletterte im Jahresvergleich um 11,3 Prozent auf 1.534 Euro.
Trotz des Zuwachses lag Telde laut Statistik rund 20 Prozent unter dem Niveau von Las Palmas de Gran Canaria. Tinsa ordnete die Entwicklung in einen landesweiten Trend ein: Mehr als die Hälfte der untersuchten Gemeinden verzeichnete Preissteigerungen von über zehn Prozent.
Sozialwohnungen auf den Kanaren: Organisationen klagen gegen neue Zugangsregeln
Mehrere soziale Organisationen haben gegen verschärfte Zugangsregeln für Sozialwohnungen auf den Kanarischen Inseln geklagt. Sie kritisieren eine geforderte ununterbrochene Aufenthaltsdauer von zwölf Jahren als diskriminierend und in Spanien beispiellos.
Sofía Olivares von der Gruppe Recht auf Unterkunft erklärte, die Vorgabe schaffe strukturelle Barrieren. Miguel Ruiz vom DESCA-Observatorium nannte das Dekret rassistisch und klassenbezogen. Die Kläger verwiesen auf Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs zu ähnlichen Fristen und argumentierten, die Regelung treffe besonders Migranten, aber auch Rückkehrer aus anderen Teilen Spaniens.
Fahrerflucht im Hafenbereich von Las Palmas aufgeklärt
Die Lokalpolizei von Las Palmas de Gran Canaria hat einen Motorradfahrer nach einer Fahrerflucht ermittelt. Der Mann war nach einem Zusammenstoß am Kreisverkehr Belen Maria im Hafenbereich vom Unfallort geflüchtet.
Die Verkehrseinheit spürte ihn nach einem Hinweisaufruf in sozialen Medien auf und arbeitete dabei mit Beamten des Bezirks Puerto sowie der Stadtpolizei von Telde zusammen. Bei der Festnahme stellten die Polizisten fest, dass der Fahrer weder Versicherung noch eine gültige ITV besaß, und zeigten ihn auch deshalb an.
Las Palmas baut Bioabfall-Sammlung mit fünftem Müllbehälter aus
Las Palmas de Gran Canaria hat mit einem fünften Müllbehälter die getrennte Sammlung von Bioabfällen erweitert. Eingeworfen werden können unter anderem Obst- und Gemüsereste, gekochte Speisen, Eierschalen sowie Kaffeesatz.
Kunststoffe, Metalle, Glas, Restmüll und Verpackungen gehören laut Stadt nicht hinein, da sie den Recyclingprozess stören. Organische Abfälle sollten zudem ohne Plastiktüten eingeworfen werden, um Verunreinigungen zu vermeiden und Deponiemengen zu senken.
UD Las Palmas trifft im Halbfinale der Copa de Campeones auf den FC Barcelona
UD Las Palmas hat das Halbfinale der Copa de Campeones erreicht und trifft dort auf den FC Barcelona. Das Spiel findet am Donnerstag um 19.30 Uhr im Estadio Municipal El Val in Alcalá de Henares statt. Schiedsrichter ist Luis Enrique Morona del Campo aus Madrid.
Las Palmas hatte sich vergangene Woche im Elfmeterschießen gegen Celta Vigo durchgesetzt. Für den Klub ist es das fünfte Halbfinale – zuvor scheiterte er an Real Madrid, Sevilla und Málaga. Barcelona kam nach einer Aufholjagd gegen CD Tenerife weiter.
Papstbesuch: Unterricht auf Gran Canaria lief regulär weiter
Das Bildungsministerium hat den Unterricht auf Gran Canaria trotz des Papstbesuchs nicht flächendeckend ausgesetzt. Eltern und Schüler sollten laut Ministerium mit einem normalen Ablauf rechnen, auch wenn das Interesse an der Ankunft groß war.
Schulen in betroffenen Gebieten trafen Sicherheitsmaßnahmen und versuchten, Störungen zu minimieren. Einzelne Einrichtungen können ihren Zeitplan leicht angepasst haben, weshalb das Ministerium Eltern bat, sich direkt bei den Schulen zu informieren.
Palästinensische Filmreihe startet dritte Ausgabe an der ULPGC in Las Palmas
Die palästinensische Filmreihe hat auf Gran Canaria ihre dritte Ausgabe gestartet. Die Vorführungen laufen vom 21. Mai bis 4. Juni im Hörsaal des Geisteswissenschaftlichen Gebäudes der Universität von Las Palmas de Gran Canaria (ULPGC) am Obelisco Campus, der Eintritt ist frei.
Zum Auftakt zeigte das Programm "Palestine 36" von Annemarie Jacir, weitere Termine umfassen Filme von Kaouther Ben Hania und Sepideh Farsi. Unterstützt wird die Reihe von der Inselverwaltung von Gran Canaria, dem Internationalen Solidaritätsrat, der ULPGC und der Stiftung Araguaney Puente de Culturas.
Arbistar-Komplex: Anwältin aus Gran Canaria sieht kaum Chancen auf Entschädigung
Die Audiencia Nacional hat im Arbistar-Komplex Strafen erhöht und zugleich zivilrechtliche Entschädigungen für sechs Investoren bestätigt. Das Provinzgericht von Santa Cruz de Tenerife sprach ihnen rund 900.000 Euro zu, berechnet nach dem Kryptowert im September 2021 plus Zinsen.
Conchi Viera, eine Anwältin aus Gran Canaria, die 1.800 Betroffene strafrechtlich vertrat, sagte, die Chancen auf eine tatsächliche Auszahlung seien praktisch nicht vorhanden. Sie begründete das mit eingefrorenen Geldern und der Rangfolge bei Forderungen. In dem Fall wurden zwei Führungskräfte zu 16,5 und 11 Jahren Haft verurteilt, ein Verfahren wegen Geldwäsche läuft weiter.





