Miguel Moreno Dapena hat nach seiner Rückkehr auf Gran Canaria die ersten Schritte zur Erholung unternommen. Der kanarische Journalist war 209 Tage in Venezuela inhaftiert und wurde am Donnerstag zusammen mit vier weiteren Spaniern freigelassen. Seine Mutter, María Jesús Dapena, teilte am Samstag mit, dass Miguel seit Donnerstagnacht zu Hause sei. Es gehe ihm gut, doch er brauche Ruhe und einige Tage zur Erholung.
Worum es geht (TL;DR)
- Miguel Moreno Dapena wurde nach 209 Tagen Haft in Venezuela freigelassen und ist auf Gran Canaria.
- Der Journalist war im Juni 2024 auf einem Forschungsschiff festgenommen worden, das Venezuela beschlagnahmte.
- Vier weitere Spanier wurden ebenfalls befreit und kehrten nach Spanien zurück.
Die Familie bat um Verständnis nach den Strapazen und dankte für die Unterstützung während dieser schwierigen Zeit. Sie ersuchte um Privatsphäre, damit Miguel die nötige Zeit zur Genesung hat, und bestätigte, dass er sich in Zukunft an die Medien wenden werde.
Ankunft in Madrid und Gran Canaria
Am Freitag kam Miguel zusammen mit den anderen in Venezuela freigelassenen Spaniern in Madrid an und flog anschließend nach Gran Canaria, wo er spät abends landete. Auch José María Basoa, Andrés Martínez Adasme, Ernesto Gorbe Cardona und die venezolanisch-spanische Staatsbürgerin Rocío San Miguel wurden befreit und reisten in ihre Heimatorte weiter.
Festnahme des Forschungsschiffs im Juni 2024
Der junge Kanarier wurde im Juni 2024 festgenommen, als Venezuela das Forschungsschiff abfing, auf dem er arbeitete. Die Mission bestand darin, Wracks aus dem Zweiten Weltkrieg zu lokalisieren, in einem Gebiet, das Venezuela als sein eigenes beansprucht. Miguel Moreno Dapena, 34, war auf der N35 tätig, einem unter panamaischer Flagge fahrenden Forschungsschiff, das von einem niederländischen Kapitän und einer belgischen Firma betrieben wurde.
Nach 12 Tagen Überwachung wurde das Schiff am 13. Juni von den bolivarischen Streitkräften 50 Meilen vom Orinoco-Delta entfernt beschlagnahmt. Verteidigungsminister Vladimir Padrino erklärte, das Schiff habe sich in der exklusiven Wirtschaftszone des Landes verdächtig verhalten. In seiner letzten Nachricht an seine Eltern am 19. Juni erwähnte Miguel, dass die venezolanischen Offiziere freundlich gewesen seien. Danach wurde er ins Gefängnis El Rodeo verlegt, und der Kontakt brach ab.
Die Familie von Moreno Dapena setzte sich intensiv für seine Freilassung ein, auch mit Hilfe der Vereinten Nationen. Am 23. Dezember traf der spanische Präsident Pedro Sánchez die Familien der Inhaftierten in La Moncloa. Die Festnahme war am 14. September 2024 von der venezolanischen Regierung bekannt gegeben worden, inmitten von Spannungen zwischen Spanien und Venezuela.
Vor seiner journalistischen Karriere arbeitete Miguel Moreno Dapena bei La Provincia, Expansión und Sport und absolvierte 2015 einen Master in Internationalem Journalismus an der UNED und Agencia EFE.











