Das Parlament der Kanarischen Inseln hat ein umstrittenes Gesetz zu Ferienvermietungen verabschiedet. Es stieß auf Widerstand von PSOE, NC-bc und Vox sowie von ASCAV, der einzigen Interessenvertretung der Ferienhausbesitzer auf den Inseln.
Worum es geht (TL;DR)
- Das Kanaren-Parlament verabschiedete ein umstrittenes Gesetz zu Ferienvermietungen trotz breiter Kritik.
- ASCAV warnt vor Begünstigung großer Betreiber und steigenden Preisen für Hotels und Touristen.
- Experten befürchten katastrophale Folgen für Tausende Eigentümerfamilien ohne Gesetzesänderungen.
Scharfe Kritik von Ferienhausbesitzern
ASCAV bezeichnete das Gesetz als "eine Absurdität gegen kleine Ferienvermieter auf den Kanarischen Inseln, die große Immobilieneigentümer begünstigt". Die Vereinigung kritisierte die Parteien CC und PP dafür, den Gesetzestext "ohne jeglichen Konsens" durchgesetzt zu haben. Ziel sei es, kanarische Familien von touristischen Aktivitäten auszuschließen und großen Betreibern zu nutzen.
Zweifel an Wirkung auf Wohnungsmarkt
ASCAV argumentierte, dass das Gesetz die Wohnungsprobleme der Inseln nicht lösen werde. Sie verwies auf Barcelona, wo trotz eines Verbots neuer Touristenunterkünfte seit 2017 die Wohnkosten weiter steigen. Die Organisation warnte, dass das Gesetz Hotels ermöglichen werde, ihre Preise aufgrund reduzierter Konkurrenz zu erhöhen.
Befürchtete wirtschaftliche Folgen
"Dieses Gesetz ist eine schlechte Nachricht nicht nur für Ferienvermieter, sondern auch für Touristen, die mit höheren Unterkunftskosten rechnen müssen, sowie für Restaurants, Bars und Geschäfte, die vom Ferientourismus profitieren", erklärte die Vereinigung. ASCAV hob hervor, dass die Regierung auf regionaler Ebene Ferienvermietungen verteufele, während sie auf nationaler Ebene in der kürzlich unterzeichneten Sevilla-Erklärung gelobt würden.
Rückendeckung durch Experten
Die Vereinigung behauptet, ihre Position werde von Berichten des Wirtschaftskollegiums Las Palmas, des Wirtschafts- und Sozialrats und von Rechtsexperten gestützt. Diese warnten, dass die Umsetzung des Gesetzes ohne Änderungen "katastrophale Folgen" für Tausende von Eigentümerfamilien und Verwaltungsgesellschaften haben werde.











