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    Gran Canaria Nachrichten 12. November 20253 Min. Lesedauer

    Umweltstaatsanwaltschaft untersucht Küstenverschmutzung auf Gran Canaria

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    Die Umweltstaatsanwaltschaft hat auf Gran Canaria eine Untersuchung zur Küstenverschmutzung eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft beauftragte Seprona, die Quelle und die Verantwortlichen der Verschmutzung zu ermitteln, und forderte die lokalen Behörden auf, über ergriffene Maßnahmen zu berichten. Frühere Berichte deuteten auf illegale Schwefelwasserstoffeinleitungen hin, die Fischsterben verursacht haben sollen, so Morales.

    Worum es geht (TL;DR)

    • Umweltstaatsanwaltschaft untersucht Küstenverschmutzung auf Gran Canaria nach Beschwerde wegen massiven Fischsterbens.
    • Zehn Strände in sechs Gemeinden wurden wegen zähflüssiger, übelriechender Verschmutzung geschlossen.
    • Illegale Schwefelwasserstoffeinleitung wird als mögliche Ursache vermutet, endgültige Analysen stehen aus.

    Ermittlungen zur Küstenverschmutzung auf Gran Canaria

    Am 17. Oktober begann die Umweltstaatsanwaltschaft in Las Palmas mit der Untersuchung der Verschmutzung, die Teile der Küste Gran Canarias betrifft. Auslöser war eine Beschwerde des Unternehmens, das Meereskäfige vor der Küste von Telde betreibt und von "massivem" Fischsterben berichtete.

    Die Staatsanwaltschaft beauftragte umgehend Seprona, die notwendigen Ermittlungen durchzuführen, um Ursprung, Ursache und Verantwortlichkeit der Verschmutzung zu klären. Anfang November alarmierten ein großes, zähflüssiges, gelbliches und übelriechendes Gebilde im Meer die Anwohner und Behörden. Mehrere Strände wurden daraufhin geschlossen.

    Maßnahmen der betroffenen Gemeinden

    Die Staatsanwaltschaft forderte die betroffenen Gemeinden auf, über den Zustand der Küsten, an denen die Verschmutzung festgestellt wurde, zu berichten. Außerdem sollen sie über ergriffene Eindämmungsmaßnahmen und Informationen zu Wasserproben Auskunft geben.

    Die Umweltstaatsanwaltschaft überwacht täglich die Entwicklung der Verschmutzung, während sie auf die Klärung der Fischsterbenursache wartet, um weitere Ermittlungen und mögliche strafrechtliche Schritte zu bewerten.

    Sechs Gemeinden und zehn Strände betroffen

    Die Verschmutzung breitete sich entlang der Küste Gran Canarias aus. Die Notfallmanagementabteilung der Kanarischen Inseln rief am 6. November wegen "Meeresverschmutzung" durch sich zersetzende organische Stoffe aus "Offshore-Anlagen" Alarm aus.

    Der Alarm betrifft sechs Gemeinden (Telde, Agüimes, Ingenio, Santa Lucía de Tirajana, San Bartolomé de Tirajana und Mogán) mit zehn geschlossenen Stränden: drei in Telde (Salinetas, Melenara und Aguadulce) und sieben in Mogán (Mogán Beach, Playa del Cura, Taurito, Puerto Rico, Anfi, Patalavaca und Marañuelas).

    Illegale Einleitung als mögliche Ursache

    Antonio Morales, Präsident des Cabildo von Gran Canaria, erklärte am 10. November, dass "theoretisch" eine illegale Schwefelwasserstoffeinleitung das Fischsterben entlang der Ostküste verursacht habe. Endgültige Wasseranalyseresultate stehen allerdings noch aus, und die Quelle bleibt unbekannt.

    Die Umweltgruppe Turcón-Ecologistas en Acción behauptet, dass diese Verschmutzung kein Einzelfall oder Unfall sei, sondern von intensiven Aquakultur-Meereskäfigen vor der Küste stamme.

    Die Gruppe berichtet von Badegästen, die nach Kontakt mit Wasser an verschiedenen Stränden von Telde Hautinfektionen, Ohrenentzündungen, Gastroenteritis und andere Reizungen erlitten. Sie kritisierte die unzureichende Reinigung von Sand und Felsen in Telde, während andere Gemeinden bereits solche Maßnahmen ergriffen haben.

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