Die Königliche Schwedische Akademie der Wissenschaften hat am 13. Oktober den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften 2025 an Joel Mokyr, Philippe Aghion und Peter Howitt verliehen. Sie wurden für ihre Erklärung des durch Innovation getriebenen Wirtschaftswachstums ausgezeichnet.
Worum es geht (TL;DR)
- Nobelpreis 2025 würdigt Forschung zu innovationsgetriebenem Wirtschaftswachstum durch Wissen.
- ULPGC gehört zu den besten 1.000 Universitäten weltweit und schließt alle zwei Arbeitstage neue Verträge.
- Kanarische Universitäten tragen in Spanien am drittmeisten zum regionalen BIP bei.
Joel Mokyr betont in seinem Werk A Culture of Growth: The Origins of the Modern Economy die Bedeutung von Wissen für den Fortschritt von Nationen. Er erklärte: „Nationen und ihre Volkswirtschaften wachsen hauptsächlich, weil sie ihr kollektives Wissen über die Natur und ihre Umwelt erweitern und dieses Wissen produktiv nutzen können.“ Wirtschaftswachstum basiert demnach nicht nur auf Kapital oder materiellen Ressourcen, sondern auf der Fähigkeit, neues Wissen zu generieren und es zum Wohle der Gesellschaft anzuwenden.
Wesentlich sind hierbei zwei grundlegende Hebel, die in Universitäten verankert sind: Forschung, die neues Wissen schafft, und Transfer, der dieses Wissen zum Nutzen des produktiven Sektors und der Endnutzer einsetzt.
Kanaren fördern Wissenstransfer
Diese Perspektive stimmt mit Esko Ahos Definition von Innovation überein. Aho, ehemaliger finnischer Premierminister, stellte klar: Forschung ist „Geld investieren, um Wissen zu erlangen“, während Innovation „Wissen investieren, um Geld zu verdienen“ bedeutet.
Im universitären Kontext zeigt dieses Modell einen Kreislauf: Forschung verwandelt Investitionen in Wissen; Innovation wandelt dieses Wissen in wirtschaftliche Entwicklung und gesellschaftliches Wohl um; die Ergebnisse dieser Entwicklung fördern wiederum weitere Forschung. Letztlich ist dies ein sich selbst verstärkender Prozess, bei dem die Universität die Gesellschaft verbessert und die Gesellschaft die Universität bereichert.
Seit ihrer Gründung verfolgt die Universität von Las Palmas de Gran Canaria (ULPGC) diese Vision. Unsere Institution hat kürzlich ihre Platzierungen in internationalen Rankings durch verstärkte Forschungsförderung verbessert. Der Erfolg ermöglicht es uns, mehr Personal einzustellen, Talente anzuziehen und die Qualität unserer wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu steigern. Derzeit gehören 25 unserer Forscher zu den weltweit einflussreichsten 2 %, und die ULPGC zählt laut Shanghai-Ranking zu den besten 1.000 Universitäten weltweit.
ULPGC setzt auf nachhaltiges Wachstum
Der Wissenstransfer ist ein weiteres Markenzeichen unserer Institution. In den letzten zwei Jahren hat die ULPGC im Durchschnitt alle zwei Arbeitstage einen neuen Vertrag mit Unternehmen und Institutionen abgeschlossen. Mehr als 60 % der Nutzer unserer wissenschaftlichen Dienste stammen aus dem Privatsektor. Dies verdeutlicht die greifbare Verbindung zwischen der ULPGC und dem produktiven Sektor. Die Gründung von Unternehmen, die auf in ULPGC-Laboren generiertem Wissen basieren, zeigt, dass akademisches Talent reale Wege in den Markt und zu qualifizierter Beschäftigung findet.
Nachhaltiges Wirtschaftswachstum basiert zweifellos auf Innovation und Wissen. Innerhalb des von Mokyr vorgeschlagenen Rahmens ist die Investition in unsere öffentlichen Universitäten und deren Forschung keine Ausgabe, sondern eine strukturelle Voraussetzung für langfristige wirtschaftliche Entwicklung. Dies ist besonders wichtig in unserer autonomen Gemeinschaft, da die Kanarischen Inseln die drittgrößte Region Spaniens sind, deren öffentliche Universitäten am meisten zum regionalen BIP beitragen.
Eine diversifizierte und widerstandsfähige Wirtschaft auf Basis von Wissen und Innovation zu kultivieren, ist entscheidend für die Zukunft der Menschen auf den Kanarischen Inseln. Wir haben nun die ULPGC, eine öffentlich anerkannte Universität mit wissenschaftlichen und Transferfähigkeiten. Es bleibt, eine langfristige Perspektive einzunehmen und eine mutige, dringliche Verpflichtung einzugehen, um dieser Forschungs- und Transfermaschine stabile und ausreichende Ressourcen bereitzustellen.











