Bereits im vergangenen Jahr warnte der Verband der afrikanischen Verbände auf den Kanaren davor, dass die Route von Nordafrika auf die Inseln wieder so aktiv wird, wie im Jahr 2006 als an Rekordwochenenden mehr als tausend Migranten ankamen.

Es wurde damals prognostiziert, dass Schlepper aufgrund der immer schwieriger werdenden Lage im Mittelmeerraum wieder auf Ausweichrouten zurückgreifen und es in Zukunft wieder mehr und auch größere Boote auf die Inseln geben wird.

Und der Verband hatte recht mit seiner “Hiobsbotschaft”.

Nachdem im vergangenen Jahr noch lediglich 423 Migranten auf 16 Booten die Inseln erreichten, ist die Zahl der illegalen Einwanderer in diesem Jahr auf sage und schreibe 204 Prozent gestiegen. Wie die Behörden mitteilen, erreichten bis dato insgesamt 1.266 Migranten auf 65 Booten Gran Canaria, Teneriffa, Lanzarote und Fuerteventura.