Flüchtlingsstrom aus Afrika: Bereits im vergangenen Jahr warnte der Verband der afrikanischen Verbände auf den Kanaren davor, dass die Route von Nordafrika auf die Inseln wieder so aktiv wird, wie im Jahr 2006 als an Rekordwochenenden mehr als tausend Migranten ankamen.

Es wurde damals prognostiziert, dass Schlepper aufgrund der immer schwieriger werdenden Lage im Mittelmeerraum wieder auf Ausweichrouten zurückgreifen und es in Zukunft wieder mehr und auch größere Boote auf die Inseln geben wird.

Und der Verband hatte recht mit seiner “Hiobsbotschaft”.

Nachdem im Jahr 2017 lediglich 423 Afrikaner auf 16 Booten die Inseln erreichten, hat sich die Zahl bis dato bereits mehr als verdoppelt. Mit den 72 illegalen Einwanderern aus Gambia, die am gestrigen Sonntag auf einer Patera an der Küste von Los Cristianos (Teneriffa) lokalisiert wurden, erreichten in diesem Jahr bereits 1140 Migranten die Kanarischen Inseln. Allein im Monat Oktober schafften es 23 Boote an die Küsten von Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria und Teneriffa oder konnten davor abgefangen werden.