Die Ankunft von Calima hat die Hitzewelle auf den Kanaren verschärft, wobei Temperaturen von bis zu 44 Grad erwartet werden. Die Gesundheits- und Brandgefahr nimmt dadurch zu.
Auf Teneriffa und anderen Inseln des Archipels wird die Calima die bereits bestehende Hitzewelle verstärken. Laut der Generaldirektion für Notfälle wird ab Mitternacht am Samstag eine Vorwarnung für Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria und Teneriffa aktiviert.
Calima verschärft Hitzewelle auf Teneriffa
Der Anstieg von Staub in der Luft wird besonders die Oberflächen von Lanzarote und Fuerteventura sowie die mittleren und höheren Lagen von Gran Canaria und Teneriffa betreffen. Dies führt zu eingeschränkter Sicht und erhöhtem Risiko für Menschen mit chronischen oder Atemwegserkrankungen.
Prognosen zufolge werden am Sonntag die höchsten Temperaturen des gesamten Ereignisses erwartet, mit Werten zwischen 35 und 40 Grad auf den meisten Kanarischen Inseln. In bestimmten Gebieten im Inneren von Lanzarote und Fuerteventura sowie in den mittleren Lagen im Süden und Westen von Gran Canaria und Teneriffa könnten die Temperaturen zwischen 41 und 44 Grad erreichen. Diese Werte könnten sich am Montag wiederholen.
Extremtemperaturen und Gesundheitsrisiken
Auch nachts wird es keine Abkühlung geben, da die Tiefsttemperaturen in einigen Gebieten über 25 oder 30 Grad liegen werden. Im Süden und Westen der Inseln werden die Tiefstwerte zwischen 28 und 30 Grad liegen. Die relative Luftfeuchtigkeit wird ab 300 bis 500 Metern Höhe unter 30 Prozent fallen, begleitet von einem schwachen bis mäßigen Wind aus östlicher und südöstlicher Richtung sowie Passatwinden an der Küste.
Die AEMET und andere Institutionen erwarten einen deutlichen Temperaturrückgang ab Donnerstag, dem 14. August. Dennoch wird die Regierung der Kanaren die Situation weiterhin überwachen und bei Bedarf zusätzliche Maßnahmen ergreifen.
Empfehlungen und Vorsichtsmaßnahmen
Den Bewohnern wird geraten, körperliche Aktivitäten während der heißesten Stunden des Tages zu vermeiden, sich regelmäßig zu hydratisieren, sich in kühlen Räumen aufzuhalten und sich vor der Sonne zu schützen. Besonders ältere Menschen, Kinder und Personen mit chronischen Erkrankungen sollten besondere Vorsicht walten lassen. Bei Calima wird empfohlen, Türen und Fenster geschlossen zu halten und Ausflüge ins Freie zu vermeiden, wenn Atemprobleme bestehen.
Zur Brandverhütung wird geraten, keine Zigarettenstummel oder Abfälle in Waldgebieten zu entsorgen, auf Feuerwerkskörper zu verzichten und nicht außerhalb ausgewiesener Bereiche zu campen. Grundstücke und Wohnumgebungen in der Nähe von bewaldeten Gebieten sollten von trockener Vegetation und Abfällen freigehalten werden.
Bei Anzeichen von Feuer oder Rauch wird die Bevölkerung aufgefordert, umgehend die 112 zu kontaktieren.


