Cáritas Diocesana de Canarias hat die internationale Gemeinschaft wegen ihrer Untätigkeit angesichts der humanitären Krise in Gaza scharf kritisiert und ein sofortiges Ende der Gewalt gefordert.
Auf Gran Canaria äußerte Cáritas Diocesana am Freitag ihre tiefe Besorgnis über die Lage der Zivilbevölkerung in Gaza. Die Region leidet unter anhaltenden Angriffen, einer langanhaltenden Blockade und dem Mangel an lebensnotwendigen Gütern wie Lebensmitteln und Medikamenten. Die Organisation bezeichnete die Situation als „beispiellose humanitäre Krise“, bei der vor allem Kinder, Frauen und ältere Menschen betroffen sind.
In einer Erklärung verurteilte Cáritas den Einsatz von Hunger und der Entbehrung grundlegender Ressourcen als Kriegsinstrumente. Dies stelle eine schwerwiegende Verletzung der menschlichen Würde und der Grundsätze des internationalen humanitären Rechts dar. Die Organisation betonte, dass die Untätigkeit der internationalen Gemeinschaft keine Neutralität, sondern „Zustimmung, Komplizenschaft und stillschweigende Zustimmung“ bedeute.
Cáritas Diocesana von Gran Canaria fordert Maßnahmen
Die kirchliche Organisation bekräftigte ihr Engagement für das Leben, den Frieden und die Gerechtigkeit. Sie schloss sich den Worten von Papst Franziskus an, der in seiner Enzyklika Fratelli tutti erinnerte: „Entweder retten wir uns alle gemeinsam oder niemand wird gerettet.“
Cáritas Canarias, im Einklang mit Cáritas Internationalis und anderen humanitären Organisationen, forderte dringend mehrere sofortige Maßnahmen: einen dauerhaften Waffenstillstand in Gaza, ungehinderten humanitären Zugang zur Sicherstellung von Lebensmitteln und Medikamenten, die Freilassung von Geiseln und willkürlich Inhaftierten, den Schutz der Zivilbevölkerung mit besonderem Augenmerk auf die Schwächsten und die wirksame Umsetzung internationaler Resolutionen, um einen gerechten und dauerhaften Frieden zu erreichen.
„Die Hungersnot und das Leiden so vieler Menschen in Gaza fordern uns als christliche Gemeinschaft und als Zivilgesellschaft heraus. Schweigen ist keine Option“, erklärte die Organisation und warnte davor, dass ein Volk verhungern zu lassen, „das Leben entweiht und eine grenzenlose Bosheit darstellt“.
Abschließend rief Cáritas Diocesana de Canarias die Bürger dazu auf, ständig für den Frieden zu beten, Solidarität mit dem palästinensischen Volk zu zeigen und sich für den Aufbau einer Welt einzusetzen, in der Brüderlichkeit und soziale Gerechtigkeit über Gewalt und Grausamkeit herrschen.











