Das es in Fliegern von und zu den Kanaren immer wieder zu Zwischenfällen mit betrunkenen oder auch aggressiven Passagieren kommt, ist für einige Airlines nichts Neues. In fast allen Fällen spielte Alkohol eine große Rolle.
Was sich aber im Januar in einem Flieger, der von Lanzarote nach Santiago de Compostela starten solle, ereignete, ist unglaublich. Ein Passagier setzte sich einfach auf einen Platz, der ihn am besten passte. Als er von Crew angefordert wurde, seinen zugewiesenen Sitzplatz einzunehmen, sei der Mann schlagartig aggressiv geworden und gab sich als UN-Diplomat aus.
Verspätung und Unannehmlichkeiten für 137 Passagiere
Die Polizei stellte später klar, dass es sich nicht um einen Diplomaten handelte. Alle Versuche, den Passagier dazu zu bewegen, sich umzusetzen, scheiterten. Für ihn hatte sich der Flug damit dann erledigt. Die Guardia Civil holte den Fluggast auf Anordnung des Piloten aus dem Flieger.
Der Vorfall verursachte eine 40-minütige Verspätung. Ryanair hat den Mann nun verklagt und hofft, dass dieses Beispiel abschreckend wirke. Als rechtliche Folgen könnte das Gericht eine Haftstrafe von drei bis zu zwölf Monaten oder eine hohe Geldstrafe verhängen.








