Coalición Canaria hat den Beginn der Verlegung der ersten minderjährigen Asylbewerber von den Kanarischen Inseln auf das spanische Festland als historischen Erfolg gewertet. Die Partei bezeichnete diesen Schritt als Akt der Gerechtigkeit und Würde für den Archipel. Zum ersten Mal werden unbegleitete Minderjährige, die in dieser Situation sind, auf andere autonome Gemeinschaften verteilt. Damit setzt Spanien ein Urteil des Obersten Gerichtshofs um, das den Staat verpflichtet, die Vormundschaft zu übernehmen, die Kinder in das Schutzsystem zu integrieren und ihre Rechte angemessen zu gewährleisten.
David Toledo, nationaler Organisationssekretär der Coalición Canaria, erklärte, dieser Fortschritt sei „ein Sieg des kanarischen Volkes, der Regierung von Fernando Clavijo und ihrer Fähigkeit, dieses humanitäre Drama entschlossen und konsequent zu verteidigen“. Toledo betonte, das Ergebnis sei der entschlossenen Initiative der Regionalregierung zu verdanken, die den Obersten Gerichtshof angerufen hatte, um Gerechtigkeit für mehr als 1000 minderjährige Asylbewerber einzufordern, die nicht länger alleinige Verantwortung der autonomen Gemeinschaft bleiben konnten.
Erste minderjährige Asylbewerber verlassen Teneriffa
Derzeit betreuen die Kanarischen Inseln mehr als 5300 unbegleitete Minderjährige, was die tatsächlichen Kapazitäten des regionalen Aufnahmesystems deutlich übersteigt. „Wir haben immer gesagt, dass die Betreuung dieser Minderjährigen, von denen viele asylberechtigt sind, eine gemeinsame Verantwortung des gesamten Staates sein muss, weil es um Menschenrechte und Gerechtigkeit geht“, erklärte Toledo.
Das Urteil des Obersten Gerichtshofs, das auf die Klage der kanarischen Regierung zurückgeht, verpflichtet den Staat, diese Minderjährigen in das internationale Schutzsystem aufzunehmen. Dadurch wird ihr Transfer in andere Regionen Spaniens ermöglicht. „In der kommenden Woche wird dieses Urteil mit dem Weggang der ersten Minderjährigen umgesetzt, was eine würdige Aufnahme garantiert, die die Kanaren mit eigenen Mitteln nicht mehr leisten konnten“, ergänzte Toledo.
Coalición Canaria sieht Verantwortung beim Staat
Der nationalistische Politiker hob hervor, dass dieser Erfolg nicht nur rechtlicher oder politischer Natur sei, sondern auch einen menschlichen und kollektiven Wert habe. „Wenn die Kanaren geschlossen und entschlossen für das Richtige eintreten, werden Fortschritte erzielt. Heute beginnt die Gerechtigkeit für diese Kinder, die nun eine würdige Gegenwart und Zukunft erhalten“, sagte Toledo.
Abschließend betonte Toledo, dass die Kanarischen Inseln trotz Gleichgültigkeit oder Blockadehaltung anderer Verwaltungen ein Beispiel für Verantwortung, Solidarität und institutionelle Standhaftigkeit gegeben hätten. Die Coalición Canaria werde sich weiterhin dafür einsetzen, dass diese Politik gefestigt und dauerhaft umgesetzt werde, denn „die Rechte der Kinder kennen keine Grenzen oder Zuständigkeiten, sie müssen einfach eingehalten werden“.

