Rosa Dávila und Cristina Valido haben den spanischen Staat dafür kritisiert, dass er den Kanaren die Nutzung ihrer Rücklagen untersagt hat, während er Katalonien Schulden erlässt. Sie bezeichneten die Situation als ungerecht und diskriminierend.
Die Präsidentin des Cabildo von Teneriffa, Rosa Dávila, und die Abgeordnete der Provinz Santa Cruz de Tenerife, Cristina Valido, erhoben am Freitag schwere Vorwürfe gegen die spanische Regierung. Diese erlaube den Kanaren nicht, ihre finanziellen Rücklagen zu nutzen, während Katalonien Schulden erlassen würden. Beide Politikerinnen nannten dies einen klaren finanziellen Nachteil für die Inseln.
Finanzielle Benachteiligung auf Teneriffa
Dávila betonte, dass „das Geld von Teneriffa auf Teneriffa bleiben muss. Wir werden nicht zulassen, dass es zur Finanzierung anderer Regionen verwendet wird, während uns hier essentielle Ressourcen fehlen.“ Valido forderte eine sofortige Korrektur durch die Zentralregierung und hob hervor, dass „die Kanaren verantwortungsbewusst wirtschaften, Überschüsse erzielen und es keinen Sinn ergibt, dass Madrid deren Nutzung verhindert, während Katalonien millionenschwere Vorteile erhält.“
Die Politikerinnen erinnerten daran, dass die Rücklagen das Ergebnis von Sparsamkeit und guter Verwaltung der Insel- und Regionalregierungen seien. Ihre Nutzung könnte dringend erforderliche Investitionen in Gesundheit, Infrastruktur und Sozialpolitik finanzieren.
Forderungen nach mehr Kontrolle auf den Kanaren
Während des Treffens wurden auch andere wichtige Themen für den Archipel angesprochen. Dávila kritisierte den Mangel an staatlicher Kontrolle über die kanarischen Flughäfen und forderte die Schaffung eines gemeinsamen Verwaltungsorgans mit den Inselinstitutionen, wie es das Autonomiestatut vorsieht. „Es ist nicht vernünftig, dass Entscheidungen, die direkt die Wirtschaft und den Tourismus betreffen, wie die Erhöhung der Luftverkehrsgebühren, ohne die Stimme der Kanaren getroffen werden“, warnte sie.
Bezüglich der Reblauskrise betonte Valido die Notwendigkeit, die phytosanitären Kontrollen in Häfen und Flughäfen zu verstärken, um das Eindringen neuer Schädlinge zu verhindern, während Dávila auf eine Erhöhung des staatlichen Inspektionspersonals drängte, um den Schutz des Weinsektors zu gewährleisten.
Mobilität und Infrastruktur im Fokus
Beide Politikerinnen betonten zudem die Bedeutung der Einbeziehung der Züge von Teneriffa und Gran Canaria in die staatliche Finanzierung durch das im Kongress verhandelte Mobilitätsgesetz sowie die Beibehaltung der kostenlosen Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel auf den Inseln. Laut Dávila sind „die Züge unerlässlich, um die Mobilität zu verbessern und die Staus in den Metropolregionen zu verringern“, während Valido unterstrich, dass die Fortführung des kostenlosen öffentlichen Verkehrs eine strategische Maßnahme für den sozialen Zusammenhalt sei.
Dávila und Valido schlossen mit der Forderung nach einer fairen und ausgewogenen Behandlung der Kanaren in den Entscheidungen der Zentralregierung. Sie erinnerten daran, dass „die Insellage keine Ausrede sein darf, um die Inseln in Schlüsselbereichen wie Finanzierung, Infrastruktur und Mobilität zu benachteiligen“.











