Die spanische Verkehrsbehörde DGT hat eine neue Kampagne zur verstärkten Geschwindigkeitskontrolle auf den Kanarischen Inseln gestartet und auf Teneriffa zwei zusätzliche feste Blitzer installiert. Mehr als 20 Prozent der tödlichen Verkehrsunfälle gehen auf überhöhte Geschwindigkeit zurück.
Die Aktion läuft vom 4. bis 10. August und ist Teil des Weltaktionsplans für Verkehrssicherheit 2021-2030 sowie der spanischen Verkehrsstrategie 2030. Ziel ist es, die Zahl der Unfälle durch unangepasstes oder zu schnelles Fahren auf den Straßen des Archipels zu senken.
Geschwindigkeitskontrollen auf Teneriffa werden ausgebaut
Der Regierungsdelegierte auf den Kanaren, Anselmo Pestana, und die Leiterin der Verkehrsbehörde in Las Palmas, Eva Canitrot, haben die Kampagne vorgestellt. Sie wird europaweit von RoadPol koordiniert und legt den Schwerpunkt auf Geschwindigkeit als einen der wichtigsten Risikofaktoren im Straßenverkehr. Laut offiziellen Angaben steht in Spanien mehr als jeder fünfte tödliche Unfall mit zu schnellem Fahren in Zusammenhang.
Die Überwachung erfolgt sowohl innerorts als auch außerorts. Unterstützt wird die DGT dabei von der Verkehrseinheit der Guardia Civil und den örtlichen Polizeibehörden. Besonders überwacht werden Streckenabschnitte mit vielen Unfällen und Bereichen, in denen häufig zu schnell gefahren wird. Als Präventionsmaßnahme wird die DGT Hinweisschilder aufstellen, die auf die Kontrollen aufmerksam machen.
Neue Blitzer auf Teneriffa und Aufklärung statt Strafe im ersten Monat
Neben mobilen Einheiten und Luftüberwachung hat die DGT auf Teneriffa zwei neue feste Blitzer installiert: einen am Kilometer 1 der TF-2 und einen weiteren am Kilometer 2 der TF-652. Im ersten Monat nach Inbetriebnahme erhalten Autofahrer, die zu schnell fahren, lediglich ein Informationsschreiben. Erst danach werden Verstöße mit Bußgeldern geahndet.
Pestana betonte: „Etwa 30 Prozent der tödlichen Unfälle werden durch überhöhte oder unangepasste Geschwindigkeit verursacht.“ Er warnte zudem: „Bei 80 km/h ist es praktisch unmöglich, dass ein Fußgänger einen Zusammenstoß überlebt, während bei 30 km/h das Todesrisiko auf 5 Prozent sinkt.“
Mehr als 120.000 Fahrzeuge auf den Kanaren kontrolliert
Nach Angaben des Europäischen Verkehrssicherheitsobservatoriums geben 60 Prozent der spanischen Autofahrer zu, auf Landstraßen schneller als erlaubt zu fahren. Auf Autobahnen sind es sogar mehr als 60 Prozent. Bei der letzten Kampagne im April kontrollierte die DGT auf den Kanaren mehr als 120.000 Fahrzeuge und stellte 6.213 Anzeigen wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen aus.
Die DGT weist darauf hin, dass die Einhaltung der Tempolimits nicht nur gesetzliche Pflicht, sondern ein wesentlicher Beitrag zur Sicherheit auf den Straßen ist.

