Der Präsident Fernando Clavijo hat den entschlossenen Rückhalt der Kanarischen Regierung für das Dreißig-Meter-Teleskop auf La Palma bekräftigt. In einem Schreiben an das internationale TMT-Konsortium in Pasadena, USA, betonte Clavijo die technische Machbarkeit des Projekts und hob dessen Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung des Archipels hervor.
Clavijo erklärte, die Regionalregierung wolle aktiv an der Umsetzung dieses „herausragenden Projekts von weltweiter wissenschaftlich-technologischer Bedeutung“ mitwirken. Der vorgeschlagene Standort, das Observatorium Roque de los Muchachos, sei nicht nur technisch geeignet, sondern könne auch entscheidend zur wirtschaftlichen Diversifizierung auf La Palma und den Kanaren beitragen.
Dreißig-Meter-Teleskop auf La Palma: Unterstützung durch Kanaren-Regierung
Die Kanarische Regierung verwies auf die langjährige Unterstützung der kanarischen Gesellschaft für Wissenschaft und den Schutz des Nachthimmels. Clavijo bekräftigte die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit dem Institut für Astrophysik der Kanaren (IAC), anderen Behörden und internationalen Forschungseinrichtungen, um das Großprojekt zu realisieren.
Der Präsident betonte, dass das Vorhaben mit den strategischen Zielen der Regionalregierung übereinstimme und die Kanaren als internationale Plattform für astrophysikalische Forschung stärke.
Spanien erhöht Finanzierungsangebot für TMT auf La Palma
Das Schreiben von Clavijo erfolgte zu einem entscheidenden Zeitpunkt: Die spanische Regierung hat ihr finanzielles Angebot für das TMT auf 400 Millionen Euro verdoppelt. Zuvor lag die Zusage bei 200 Millionen Euro. Hintergrund ist die unsichere Lage des Projekts am ursprünglichen Standort Mauna Kea auf Hawaii, wo lokale Proteste und Budgetbeschränkungen bestehen.
Clavijo bezeichnete das Engagement des spanischen Staates als „historischen Meilenstein“ und als Zeichen für das gemeinsame Bekenntnis zu Wissenschaft, Innovation und Technologie.
Breite politische Unterstützung für TMT auf La Palma
Zusätzlich zum Rückhalt der Kanarischen Regierung verwies Clavijo auf die Unterstützung durch das spanische Parlament, das bereits 2019 eine einstimmige Erklärung zugunsten des Projekts verabschiedet hatte. Auch der Inselrat von La Palma sprach sich in einer Resolution für die Ansiedlung des Teleskops aus und forderte die Zentralregierung zu weiteren Schritten auf.
Das Dreißig-Meter-Teleskop wird von einem internationalen Konsortium aus Wissenschaftseinrichtungen und Regierungen der USA, Kanadas, Japans, Chinas und Indiens getragen. Der Hauptspiegel soll 30 Meter Durchmesser haben und damit die Kapazität des Hubble-Weltraumteleskops um das Zwölffache übertreffen. Das TMT zählt zu den ambitioniertesten Projekten der optischen und infraroten Astronomie.
La Palma als Alternative zu Hawaii im Fokus der Wissenschaft
La Palma gilt seit Beginn der Planungen als realistische Alternative zu Hawaii. Die jüngsten Entwicklungen stärken die Position der Insel im internationalen Wettbewerb um das TMT, das einen Wendepunkt für die Wissenschaft auf dem Archipel markieren könnte.











