Die Regierung der Kanarischen Inseln hat den neuen Flugentwicklungsfonds mit Schwerpunkt auf La Palma eingeführt und das Dekret zur Regelung des Aktivtourismus dem Beratungsrat vorgelegt. Am Dienstag gab die Abteilung für Tourismus und Beschäftigung bekannt, dass der neue Fonds die Wiederaufnahme von Flugverbindungen mit La Palma fördern soll. Zudem erhielt das Projekt für das Dekret zum Aktivtourismus grünes Licht für die Weiterleitung an den Beratungsrat.
Mit dem neuen Flugentwicklungsfonds verfolgt Turismo de Canarias das Ziel, neue direkte und regelmäßige Flugrouten zwischen dem Archipel und internationalen Flughäfen zu etablieren. La Palma steht dabei im Mittelpunkt, da die Insel nach der Pandemie und dem Vulkanausbruch 2021 ihre Luftanbindung noch nicht vollständig zurückgewonnen hat.
Fokus auf La Palma: Flugentwicklungsfonds soll Anbindung stärken
Die zuständige Ministerin Jéssica de León erklärte: „Wir gewähren La Palma eine Sonderbehandlung, weil die Insel ihre verlorene Luftanbindung noch nicht vollständig zurückerlangt hat.“ Das Programm sieht 24 potenzielle Routen nach La Palma vor, darunter Verbindungen aus Deutschland, Belgien, der Schweiz, dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Skandinavien und Osteuropa.
Zusätzlich zur Priorisierung der Anzahl der Routen erhöht das Programm den Bewertungskoeffizienten, um Fluggesellschaften zum Betrieb auf der Insel zu motivieren. Ziel ist es, das aktuelle Niveau der Sommerverbindungen, das 24 Prozent unter dem Stand von 2019 liegt, wieder zu steigern.
Förderbedingungen für Fluggesellschaften auf La Palma
Die Ausschreibung, die von Turismo de Islas Canarias verwaltet wird, sieht Förderungen mit einer maximalen Laufzeit von zwei Jahren vor. Die Subventionen werden jeweils einer Fluggesellschaft pro Route im Wettbewerbsverfahren zugeteilt. Die Airlines haben einen Monat Zeit für die Antragstellung, die Frist kann um vier Monate verlängert werden, falls zunächst keine Bewerbungen eingehen.
Im Rahmen der Sitzung auf El Hierro beschloss die Regierung außerdem, das Dekret zur Änderung des Aktivtourismus-Regelwerks dem Beratungsrat vorzulegen. Die neue Verordnung, ebenfalls von der Abteilung für Tourismus und Beschäftigung initiiert, soll das Regelwerk von 2017 aktualisieren und die Qualität, Nachhaltigkeit und Sicherheit des Sektors gewährleisten.
Neue Regeln für Aktivtourismus auf den Kanaren
Ministerin de León betonte, dass es sich um „die letzten Schritte vor der endgültigen Verabschiedung der Norm“ handle und hob hervor, dass das neue Dekret im Dialog mit allen beteiligten Akteuren entstanden sei. Der Entwurf regelt die Definition von Aktivtourismus, die beruflichen Anforderungen, die Rechte der Nutzer und elektronische Verfahren zur Aufnahme oder Änderung von Aktivitäten.
Der Sektor umfasst mehr als 1200 Unternehmen und schafft mehr als 4000 Arbeitsplätze. Er spielt eine zunehmend wichtige Rolle bei der Diversifizierung des touristischen Angebots der Inseln. Die neue Regelung soll auch unlauteren Wettbewerb verhindern und die Professionalisierung der Branche fördern. Dazu gehört die Einführung spezieller Schulungen für Techniker, Betreuer und Guides.

