Gabriel Mato hat im Europäischen Parlament den Erhalt und die Stärkung des POSEI-Programms gefordert. Der kanarische Europaabgeordnete des Partido Popular betonte die Notwendigkeit, das Programm in die neue Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) und den kommenden Mehrjährigen Finanzrahmen 2028–2034 zu integrieren. Er erklärte, dass der POSEI kein Luxus, sondern ein unverzichtbares Instrument für das Überleben der Landwirtschaft in den Regionen in äußerster Randlage, wie den Kanaren, sei.
Während einer Debatte in Straßburg über die Zukunft der GAP warnte Mato, dass der Vorschlag der Europäischen Kommission, den POSEI in das allgemeine Gesetzgebungspaket des Mehrjährigen Finanzrahmens zu integrieren, ein bewährtes System gefährde. Er hob hervor, dass dieses Instrument entwickelt wurde, um auf die dauerhaften strukturellen Einschränkungen der Regionen in äußerster Randlage zu reagieren, wie Isolation, Insellage, Importabhängigkeit und höhere Produktionskosten.
Gabriel Mato fordert Unterstützung für Kanaren
Mato bestand darauf, dass die neue GAP den Artikel 349 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union respektieren müsse, der eine spezifische Behandlung dieser Regionen anerkennt. Er betonte, dass der POSEI weiterhin mit europäischen Mitteln und einer klar differenzierten Zuweisung finanziert werden müsse. Der Abgeordnete hob hervor, dass die Europäische Kommission selbst die guten Ergebnisse des POSEI bei der Sicherung der Nachhaltigkeit des Agrarsektors in Gebieten wie den Kanaren, den Azoren, Madeira, Martinique oder Guadeloupe anerkannt hat. Ohne den POSEI könnten die Landwirte in diesen Regionen wirtschaftlich nicht konkurrieren oder überleben, warnte er.
Er forderte das Europäische Parlament auf, entschieden für die Stärkung des POSEI und die Erhöhung seines Budgets einzutreten. Dabei erinnerte er daran, dass die Regionen in äußerster Randlage Teil der Europäischen Union sind und ihre Landwirte die gleiche Zukunft verdienen wie alle anderen. Mato betonte zudem, dass die Kanaren auf eine GAP mit weniger Bürokratie und einem gut ausgestatteten POSEI vertrauen.
Europäische Unterstützung für Landwirtschaft auf den Kanaren
Der Europaabgeordnete nutzte verschiedene europäische Foren, um die Forderungen des Primärsektors der Inseln zu übermitteln. Im vergangenen September traf er sich mit dem europäischen Landwirtschaftskommissar Christophe Hansen, um die Sorgen der Landwirte der Kanaren und anderer Regionen in äußerster Randlage im Hinblick auf die Reform des Mehrjährigen Finanzrahmens zu besprechen. Hansen zeigte sich engagiert für die Landwirtschaft auf den Kanaren und lehnte den Vorschlag ab, die Agrarfonds unter Kontrolle der Mitgliedstaaten zu vereinheitlichen. Er garantierte, dass, falls die Reform voranschreitet, der POSEI als eigenständiges Instrument mit einem eigenen Budget gemäß Artikel 349 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union beibehalten wird.











