Gabriel Mato hat sich erfolgreich für den Erhalt des POSEI-Programms eingesetzt. Der Europaabgeordnete des Partido Popular sicherte sich in Straßburg die Unterstützung des EU-Kommissars für Landwirtschaft, Christophe Hansen, um das Programm im neuen Finanzrahmen 2027-2035 zu verankern.
In einem Treffen in Straßburg betonte Mato, dass das POSEI-Programm, das speziell für die abgelegenen und insularen Regionen konzipiert ist, nicht in einem breiteren Gesetzespaket aufgehen dürfe. „Das POSEI darf seine Spezifität nicht verlieren. Es wäre verheerend für die Landwirtschaft in den ultraperipheren Regionen“, warnte er.
Kommissar Hansen bestätigte seine Unterstützung für die Fortführung des Programms als eigenständiges Instrument mit verstärkter Finanzierung, um Inflation und strukturelle Nachteile auszugleichen. Zudem versprach er, dass die Verwaltung der Agrarfonds nicht auf die Mitgliedstaaten übertragen werde.
Christophe Hansen unterstützt Kanaren bei Pflanzenschutzproblemen
Mato brachte auch die kritische Lage des Bananenanbaus auf den Kanaren zur Sprache. Die jüngste Einschränkung der Nutzung von Acetamiprid, dem einzigen wirksamen Pflanzenschutzmittel gegen die Cochinilla, bedroht die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirte. „Das Verbot treibt die Kosten in die Höhe und gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit von Tausenden von Landwirten“, erklärte der Europaabgeordnete.
Er erinnerte daran, dass andere europäische Kulturen Aufschubfristen erhalten haben, um Alternativen zu finden, während der Bananenanbau ausgeschlossen blieb, teilweise aufgrund mangelnder Unterstützung der spanischen Regierung. Mato forderte auch Aufschübe für den Einsatz von Spirotetramat gegen die Weiße Fliege und europäische Finanzierung für die Entwicklung neuer Wirkstoffe.
Kommissar Hansen zeigte sich offen für Lösungen, sei es durch eine längere Übergangsfrist oder durch Anpassung der Verbotsbedingungen, um die Zukunft des Bananensektors auf den Kanaren zu sichern, der mehr als 8.000 Familien beschäftigt.
Gabriel Mato fordert europäische Unterstützung für Kanaren
„Das POSEI und der Bananenanbau sind nicht nur landwirtschaftliche, sondern auch soziale und kulturelle Angelegenheiten. Europa muss alles tun, um ihre Zukunft zu sichern“, schloss Mato und kündigte an, in den Verhandlungen mit der Kommission und dem Rat standhaft zu bleiben.











