Rafael Lutzardo hat das Ausmaß der humanitären Katastrophe im Gazastreifen als beispiellos beschrieben. Der Journalist und Autor zog einen Vergleich zwischen den aktuellen Ereignissen und den Gräueltaten des Zweiten Weltkriegs. Nach seinen Angaben sterben derzeit tausende Kinder an Hunger, während mehr als 1000 mit Lebensmitteln beladene Lastwagen seit mehreren Wochen an der Grenze zu Gaza auf eine Einreisegenehmigung durch Israel warten.
Im Zentrum des Konflikts zwischen Israel und Palästina stehen laut Lutzardo die israelische Besatzung des Westjordanlands und des Gazastreifens, der Status von Jerusalem, israelische Siedlungen, Grenzfragen, Sicherheitsaspekte, Wasserrechte, das Genehmigungsregime in den besetzten Gebieten, die Bewegungsfreiheit der Palästinenser und das Rückkehrrecht der palästinensischen Bevölkerung.
Konflikt im Gazastreifen und internationale Reaktionen
Lutzardo kritisierte die internationale Gemeinschaft scharf. Er warf den Weltmächten vor, durch Waffenlieferungen an die israelische Regierung eine Mitschuld an der humanitären Krise zu tragen. Er stellte die Frage, warum dem palästinensischen Volk nicht in gleichem Maße geholfen werde wie der Ukraine.
Nach Ansicht des Autors fehle es an Staaten, die sich offen gegen das Vorgehen Israels stellen und die Europäische Union auf die aktuelle Lage aufmerksam machen. Er fragte: „Wo sind die Menschenrechte, die NATO, die Kirche, Europa und die Welt?“
Humanitäre Lage in Gaza verschärft sich
Lutzardo betonte, dass das gesellschaftliche Bewusstsein zunehmend von Egoismus und mangelnder Sensibilität geprägt sei. Er warf westlichen Ländern vor, die Notlage der palästinensischen Bevölkerung zu ignorieren. Gaza bezeichnete er als ein Massengrab, in dem tausende Menschen sterben werden. Für ihn sei dies die Rache Israels an seiner eigenen biblischen Geschichte.
Rafael Lutzardo ist Journalist und Schriftsteller.

