Das Gesundheitsministerium und die Wetterbehörde haben einen Katalog mit Empfehlungen zum Schutz vor hohen Temperaturen veröffentlicht. Experten warnen, dass Hitzewellen auf Teneriffa infolge des Klimawandels häufiger und intensiver auftreten. Die Behörden informieren täglich über das Risiko für die Bevölkerung und raten, längere Sonnenexposition zu vermeiden, regelmäßig Wasser zu trinken, Sonnenschutz zu verwenden und leichte Kleidung zu tragen.
Zu den wichtigsten Hinweisen zählt, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, selbst ohne Durstgefühl. Getränke mit Koffein, Alkohol oder hohem Zuckergehalt sollten vermieden werden. Besonders gefährdet sind Säuglinge, Kinder, Schwangere, Stillende sowie ältere Menschen mit Vorerkrankungen wie Herzproblemen, Nierenerkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck, Übergewicht, Krebs oder Demenz. Aufenthalte in kühlen, schattigen oder klimatisierten Räumen werden empfohlen. Körperliche Aktivität sollte reduziert und Sport im Freien während der heißesten Tageszeiten vermieden werden.
Hitzeschutz auf Teneriffa: Empfehlungen und Risikostufen
Die Behörden raten, leichte und luftige Kleidung zu tragen und darauf zu achten, dass keine Personen in geparkten Fahrzeugen zurückgelassen werden. Bei hitzebedingten Symptomen, die länger als eine Stunde andauern, sollte ein Arzt konsultiert werden. Medikamente müssen kühl gelagert werden, die Ernährung sollte leicht und fettarm sein, mit viel Obst und Gemüse.
Die Gesundheitsrisikostufen reichen von Stufe 0 (grün, kein Risiko) bis Stufe 3 (rot, extremes Risiko). Die Einstufung richtet sich nach Alter, Vorerkrankungen und weiteren Faktoren. Die Behörden informieren täglich über die aktuelle Risikolage und passen ihre Präventionsmaßnahmen entsprechend an.
Gesundheitsrisiken durch Hitze und Schutz vor Sonnenstrahlung
Die negativen Auswirkungen von Sonnenstrahlung sind kumulativ. Zu den Risiken zählen Sonnenbrand, Hitzschlag, Augenprobleme, Störungen des Immunsystems und vorzeitige Hautalterung. Die Zahl der Hautkrebserkrankungen ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Daher wird geraten, die Sonne während der Mittagsstunden zu meiden, leichte und helle Kleidung zu tragen, den Kopf zu bedecken, geprüfte Sonnenbrillen zu nutzen und Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor regelmäßig aufzutragen – auch an bewölkten Tagen.
Besondere Vorsicht gilt bei Kindern unter drei Jahren, die keiner direkten Sonne ausgesetzt werden sollten. Auch bestimmte Medikamente können die Haut empfindlicher machen. In den Bergen ist das Risiko für Sonnenbrand erhöht.
Erste Hilfe bei Hitzeschäden und Schutz für Arbeitnehmer
Hohe Temperaturen führen zu verstärktem Schwitzen und damit zu Flüssigkeits- und Salzverlusten, was Krämpfe, Erschöpfung, Hitzschlag oder Sonnenstich verursachen kann. Bei Hitzekrämpfen sollte die Aktivität sofort gestoppt, ein kühler Ort aufgesucht und Flüssigkeit aufgenommen werden. Halten die Beschwerden länger als eine Stunde an, ist ärztlicher Rat einzuholen.
Bei Hitzeschöpfung treten Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Erbrechen, Müdigkeit, Schwitzen, blasse und feuchte Haut, schneller Puls und Fieber unter 40 Grad auf. Betroffene sollten in einen kühlen Raum gebracht, die Kleidung gelockert und mit feuchten Tüchern gekühlt werden. Bei chronischen Erkrankungen, anhaltenden Symptomen oder Erbrechen ist ein Arztbesuch erforderlich.
Maßnahmen bei Hitzschlag und rechtliche Vorgaben für den Arbeitsschutz
Ein Hitzschlag ist durch eine Körpertemperatur von über 40 Grad, heiße und gerötete Haut, schnellen Puls, Atemnot, Bewusstseinsstörungen und das mögliche Ausbleiben von Schweiß gekennzeichnet. In solchen Fällen muss umgehend der Notruf 112 gewählt werden. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte sollte die betroffene Person an einen kühlen Ort gebracht und mit kaltem Wasser gekühlt werden. Flüssigkeitszufuhr ist zu vermeiden.
Arbeitgeber sind verpflichtet, bei hohen Temperaturen die Arbeitsbedingungen und Arbeitszeiten anzupassen. Bei Warnstufen orange oder rot dürfen bestimmte Tätigkeiten im Freien nicht ausgeübt werden, sofern der Schutz der Beschäftigten nicht gewährleistet werden kann. Dies betrifft vor allem Arbeiten auf Straßen sowie in landwirtschaftlichen und tierhaltenden Betrieben.











